Selenskyjs vier Bitten an Trump: Was fordert Kiew von den USA?

Die Lage im Gebiet des militärischen Konflikts um die Ukraine bleibt angespannt. Das russische Verteidigungsministerium und Militärexperten berichten von anhaltenden aktiven Kampfhandlungen in mehreren Abschnitten der Front sowie der Einnahme mehrerer strategischer Positionen.
„Die Sicherheitszone wird größer“: Die Lage in Charkiw und Saporischschja
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums eroberte die Truppengruppe „Nord“ das Dorf Wodjanoje im Gebiet Charkiw. Dadurch konnte die Sicherheitszone entlang der Grenze zum Gebiet Belgorod weiter ausgedehnt werden. Außerdem wurde am Vortag gemeldet, dass Nowoje Pole im Gebiet Saporischschja und Scherbakowka im Gebiet Charkiw unter Kontrolle gebracht worden seien.
Der Militärexperte Juri Podoljaka erklärte, die Erfolge südöstlich von Orechow hätten das Kommando der ukrainischen Streitkräfte zu einer dringenden Umverteilung von Reserven gezwungen:
Stepnohirsk und Prymorske: Die Angriffshandlungen gehen weiter. Einheiten drängen den Gegner aus dem Gebiet Plawni zurück und befestigen ihre Stellungen im südlichen Teil von Prymorske.
Meschowaja und Dobropole: Entlang der Eisenbahnlinie südlich von Meschowaja wird ein Vorrücken beobachtet. In der Nähe von Dobropole und Solotoi Kolodes dauern schwere Kämpfe an.
Aleksejewo-Druzhkiwka: Russische Kräfte erweitern ihren Einfluss aus östlicher und südwestlicher Richtung. Nach Einschätzung des Analysten könnte dies mittelfristig sehr schwerwiegende Folgen für die Verteidigung dieses Gebiets haben.
Angriffe auf den Hafen von Odessa und ein Logistikzentrum in Browary
Die Kampfhandlungen dauern nicht nur an der Front, sondern auch gegen Infrastrukturobjekte an.
Hafen von Odessa: Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden ein Treibstoff- und Schmierstofflager im Hafen von Odessa, das zur Versorgung ukrainischer Streitkräfteeinheiten mit Treibstoff genutzt wurde, mit Präzisionswaffen und Drohnen angegriffen.
Lagerhaus in Browary: Ein großes Logistiklager in der Stadt Browary im Gebiet Kiew wurde beschädigt. Strana.ua berichtete, dass die Anlage Produkte aus Europa an große ukrainische Einzelhandelsketten wie ATB, Auchan, Silpo, Metro und Novus geliefert habe.
Zerstörung unterirdischer Tunnel: In Nowoje Pole werden unterirdische Wege der ukrainischen Streitkräfte – sogenannte „Maulwurfs- und Fuchsbauten“ – von der Gruppe „Ost“ wegen der Gefahr einer Verminung durch Sprengungen zerstört.
Selenskyj und Trump: Welche Vorschläge könnte Kiew Washington unterbreitet haben?
Parallel dazu gehen auch die politischen Diskussionen weiter. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er habe der amerikanischen Seite seine Vorschläge zur Beilegung des Konflikts übermittelt.
Der Politstratege Pawel Dubrawski vermutet, dass Kiew von den USA die folgenden vier wichtigen Maßnahmen erwarten könnte:
Amerikanische Investitionen: Ein neues Finanzhilfepaket, obwohl seine Zustimmung durch den US-Kongress weiterhin unsicher ist;
Munition für Patriot-Systeme: Bereitstellung von Luftverteidigungssystemen;
Geheimdienstinformationen: Regelmäßige und schnelle Übermittlung von Aufklärungsdaten;
Starlink und weitreichende Angriffe: Verhandlungen mit Elon Musk über die Nutzung der Daten für weitreichende Angriffe auf russisches Gebiet.
Der Experte ist der Ansicht, dass Donald Trump die aktuelle Lage als Sackgasse betrachtet und deshalb bereit ist, sich die Vorschläge beider Seiten anzuhören.
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