Nach Abreise des CIA-Direktors unterzeichnete Putin 3 geheime Dekrete: Worum geht es?

Nach Abreise des CIA-Direktors unterzeichnete Putin 3 geheime Dekrete: Worum geht es?

Direktor des US-Geheimdienstes CIA John RatcliffeNach einem unangekündigten, kurzen Besuch in Moskau wurden im Kreml mysteriöse rechtliche Schritte beobachtet. In der Liste der von Präsident Wladimir Putin unterzeichneten Dokumente auf dem offiziellen russischen Rechtsinformationsportal wurden drei aufeinanderfolgende Dekrete unter Verschluss gehalten, ohne veröffentlicht zu werden.

Russische Medien und Militäranalysten haben auf die Lücke in der Nummerierung dieser Dokumente aufmerksam gemacht und diskutieren, dass sie mit dem Besuch des amerikanischen Geheimdienstchefs und strategischen Sicherheitsmaßnahmen zusammenhängen könnten.

Dekrete Nr. 605, 606 und 607: Eine „Lücke“ im offiziellen Register

In der Abfolge der Dekrete in der offiziellen russischen Gesetzgebungsdatenbank blieben drei wichtige Entscheidungen zwischen den Dokumenten Nr. 604 und 608 für die Öffentlichkeit verschlossen:

  • Geheimhaltungsstufe: Auf dem offiziellen Portal Dekrete Nr. 605, 606 und 607 weder der Text noch der Titel dieser Dekrete ist angegeben; sie wurden direkt als Staatsgeheimnisse oder Dokumente zur besonderen Sicherheit eingestuft;

  • Hauptvermutungen: Experten glauben, dass solche geschlossenen Dokumente normalerweise den Verteidigungssektor, den Schutz kritischer staatlicher Einrichtungen, die Aktivitäten von Geheimdiensten oder vertrauliche Personalentscheidungen betreffen;

  • Zeitliche Übereinstimmung: Die Tatsache, dass diese drei Dekrete mit dem Zeitpunkt zusammenfallen, als John Ratcliffes Boeing C-17 von Moskau abhob, hat zu verschiedenen geopolitischen Spekulationen geführt.

Ehemalige US-Geheimdienstführung: „Das könnte eine ernste Warnung sein“

Ehemalige stellvertretende Direktorin des US-Geheimdienstes Beth Sanner äußerte ihre Gedanken zu den Zielen der Moskau-Reise des CIA-Direktors:

  • Ein Signal „besser nicht zu tun“: Sanner betonte, dass Ratcliffes Ankunft als direkte Warnung an die russische Führung gedient haben könnte: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass dies ein offenes Signal ist: ‚Wir wissen, was ihr plant, und es wäre besser für euch, es nicht zu tun‘“;

  • Diskussionsthemen: Es wird vermutet, dass auf der Tagesordnung der Verhandlungen nicht nur der Konflikt in der Ukraine stand, sondern auch die Spannungen im Nahen Osten, einschließlich Fragen der militärisch-technischen Zusammenarbeit zwischen Moskau und Teheran.

Zurückweisung von Mobilisierungsgerüchten und Dekret zum Drohnenschutz

Vor diesem Hintergrund hat der Kreml das Thema der Mobilisierung, das die Öffentlichkeit beunruhigt, erneut offiziell beendet:

  • Peskows Erklärung: Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, bezeichnete Behauptungen über eine neue Mobilisierungswelle als „Provokation und Desinformation“. Ihm zufolge werden solche Gerüchte absichtlich von der Ukraine verbreitet, um den Informationsraum zu destabilisieren;

  • Position von General Sobolew: Das Mitglied des Verteidigungsausschusses der Staatsduma, Generalleutnant Wiktor Sobolew, betonte, dass überhaupt kein Bedarf für eine zusätzliche Mobilisierung bestehe und die aktuelle Hauptaufgabe darin bestehe, gezielte Offensivaktionen mit den vorhandenen Kräften durchzuführen;

  • Infrastruktur unter staatliche Kontrolle bringen: Unterdessen hatte Putin am 24. August ein wichtiges Dekret unterzeichnet. Demnach hat der Staat das Recht, strategische Einrichtungen vorübergehend unter seine Verwaltung zu stellen, wenn private Eigentümer sie nicht wirksam vor Drohnenangriffen schützen können.

John Ratcliffes unerwarteter Flug und die Reihe geschlossener Entscheidungen des Kremls deuten auf große diplomatische und militärische Vorbereitungen hinter den Kulissen hin.

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