51-jährige Frau stirbt nach sechs plastischen Operationen

51-jährige Frau stirbt nach sechs plastischen Operationen

In Brasilien starb eine 51-jährige Geschäftsfrau wenige Stunden nach einer kombinierten kosmetischen Operation, bei der sechs Eingriffe gleichzeitig an Gesicht und Hals vorgenommen wurden.

Andreia Vieira Gaspar verstarb am frühen Morgen des 12. August in einem Krankenhaus in Goiânia nach dem Eingriff. Die Operation, die fast 10 Stunden dauerte, umfasste mehrere komplexe kosmetische Verfahren.

Sie unterzog sich einem Deep-Plane-Facelift, einer Stirnstraffung, einer Kieferkonturierung, einer Lidstraffung, einer Hals-Fettabsaugung sowie einer Nano-Fett-Injektion.

Berichten zufolge entwickelte Andreia nach dem Verlassen des Operationssaals starke Schwellungen im Gesicht und am Hals und hatte Atembeschwerden. Im Laufe der Nacht verschlechterte sich ihr Zustand weiter, wobei Nackenschmerzen und Atemprobleme zunahmen.

Sie sagte zu ihrer Schwester Djiane Vieira: „Schwester, ich sterbe“, sagte sie.

Daraufhin bat Djiane in einer Chat-Gruppe mit dem medizinischen Team um Hilfe und teilte mit, dass sich ihre Schwester in einem kritischen Zustand befinde. Sie gab an, die Ärzte um sofortige Hilfe gebeten zu haben, doch zunächst habe niemand reagiert.

Im medizinischen Bericht, den Andreias Familie vorlegte, wurde als Todesursache akute Thrombose und Lungeninfarkt festgestellt.

Die Geschäftsfrau lebte die letzten fünf Jahre in Spanien und war für diese kosmetischen Eingriffe nach Brasilien gereist. Laut ihrer Familie war diese Operation ein langjähriger Traum von ihr.

Ihre Schwester Djiane sagte, Andreia habe zwei Jahre lang für die Operation gespart. Sie gab an, dass sich die Operationskosten auf 118.000 brasilianische Real, also etwa 16.800 Pfund Sterling, beliefen.

Es stellte sich heraus, dass Andreia, die früher einen Schönheitssalon in Goiânia betrieb, vor etwa zwei Jahren mit dem Sparen für die Operation begonnen hatte. Die Familie betonte, dass sie das medizinische Team über soziale Netzwerke kontaktiert habe und erste Absprachen ebenfalls per Nachrichten erfolgten.

Die Angehörigen der Verstorbenen äußerten zudem Zweifel an den Bedingungen im Krankenhaus, in dem die Operation durchgeführt wurde. Sie behaupteten, dass die medizinische Einrichtung über keine Intensivstation verfüge.

Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Goiás hat eine polizeiliche Untersuchung wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung eingeleitet.

Andreias Familie stellt auch die postoperative medizinische Versorgung in Frage. Sie sind der Meinung, dass ihr vor der drastischen Verschlechterung ihres Zustands die notwendige medizinische Hilfe hätte geleistet werden können.

Die Anwältin Cristiene Pereira Couto, die im Namen des Ankar Hospital sprach, erklärte, dass die Patientin sofort nach Auftreten des Notfalls medizinisch versorgt wurde. Ihrer Aussage nach hätten das medizinische Personal und die Pflegekräfte die notwendigen Maßnahmen ergriffen, die dem Zustand der Patientin entsprachen.

Krankenhausvertreter betonten zudem, dass Andreias präoperative Untersuchungen und notwendige Analysen in externen medizinischen Einrichtungen durchgeführt wurden, bevor sie im Ankar Hospital aufgenommen wurde. Nach Eintritt des Notfalls sei der Patientin mit den in der Einrichtung verfügbaren Mitteln entsprechende Hilfe geleistet worden.

Der operierende Chirurg, Dr. Lessandro Martins, drückte seine tiefe Bestürzung über Andreias Tod aus und sprach ihrer Familie sein Beileid aus. Der Arzt zeigte sich zuversichtlich, dass die Untersuchung ergeben werde, dass die postoperative medizinische Versorgung der Patientin ordnungsgemäß durchgeführt wurde.

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