70-Jährige tauschte ihre 17-jährige Adoptivtochter gegen einen Affen

70-Jährige tauschte ihre 17-jährige Adoptivtochter gegen einen Affen

Am 3. September dieses Jahres musste sich eine 70-jährige Frau im US-Bundesstaat Missouri vor Gericht verantworten, weil sie das Leben ihres Adoptivkindes in ernsthafte Gefahr gebracht hatte. Die Ermittlungen ergaben, dass die Frau das 17-jährige Mädchen zu Bekannten nach Texas schickte und im Gegenzug einen exotischen Affen erhielt. Dies berichtete das Magazin „People“.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Richter im Lincoln County die Angeklagte ursprünglich zu 7 Jahren Haftverurteilte. Die Vollstreckung der Strafe wurde jedoch ausgesetzt und die Frau erhielt stattdessen drei Jahre Bewährung .

Die ehemalige Vormundin wurde für schuldig befunden, das 17-jährige Mädchen in das Haus von Bekannten in Texas geschickt zu haben. Am schockierendsten ist, dass sie als Gegenleistung für das Schicksal der Jugendlichen einen exotischen Affen entgegennahm.

Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden wurde das Mädchen in dem Haus in Texas zusammen mit Wildtieren gehalten. Sie lebte nicht nur unter diesen harten Bedingungen, sondern wurde auch gezwungen, die Tiere zu pflegen.

Der Sicherheitsdienst der Schule und soziale Dienste schalteten sich ein, nachdem die Jugendliche über einen längeren Zeitraum nicht mehr zum Unterricht erschienen war. Bei der Untersuchung der Situation stellten die Beamten fest, dass das Mädchen nicht ausreichend versorgt wurde.

Es stellte sich heraus, dass Brandy Deutsch im Laufe ihres Lebens über 200 Kinder betreut und als Vormund fungiert hatte. Nach diesem Vorfall entzog das Gericht ihr jedoch die Lizenz für ihre Tätigkeit als Vormund.

Zudem wurden im Rahmen einer im Zuge der Ermittlungen getroffenen Gerichtsvereinbarung weitere Anklagepunkte wegen Kindesmisshandlung fallengelassen.

Auch die leibliche Tochter der Angeklagten äußerte sich vor Gericht. Sie betonte, dass sie unter Schock stehe angesichts der Entscheidung und der Milde des Urteils. Ihrer Meinung nach zeigt dieser Fall schwerwiegende Mängel im Sozialschutzsystem auf und beweist, dass das System versagt hat, das Kind zu schützen.

Derzeit befindet sich das 17-jährige Adoptivmädchen in der Obhut der texanischen Sozialdienste. Sie versucht, nach den traumatischen Erlebnissen in ein normales und stabiles Leben zurückzukehren.

Dieser Vorfall hat erneut verdeutlicht, wie wichtig die Verantwortung der Vormundschafts- und Sozialschutzsysteme für das Schicksal und die Sicherheit von Kindern ist.

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