Welche Länder sind für Journalisten am gefährlichsten und warum nehmen Drohnenangriffe zu?

Welche Länder sind für Journalisten am gefährlichsten und warum nehmen Drohnenangriffe zu?

Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat einen neuen besorgniserregenden Bericht zur Sicherheit von Journalisten weltweit veröffentlicht. Dem Dokument zufolge ist die Zahl der Medienmitarbeiter, die in den letzten zwei Jahren bei der Ausübung ihrer beruflichen Pflichten ums Leben kamen, deutlich gestiegen.

Im Zeitraum 2024–2025 sind weltweit insgesamt 189 Journalisten aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit verstorben. Diese Zahl ist um 20 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Berichtszeitraum (2022–2023) gestiegen.

Anteil militärischer Konflikte und Drohnenangriffe

Der Bericht hebt besonders hervor, dass der Großteil der Todesfälle unter Journalisten in bewaffneten Konflikten und Kriegsgebieten auftritt:

  • Verluste in Kriegsgebieten: Von allen registrierten Todesfällen ereigneten sich 127 direkt in militärischen Kampfzonen;

  • Die tödliche Wirkung von Drohnen: 40 Prozent der in Konfliktgebieten getöteten Medienvertreter fielen Drohnenangriffen (unbemannte Luftfahrzeuge) zum Opfer. Dies beweist, dass präzise Fernwaffen in modernen Kriegen zur ernsthaftesten Bedrohung für die Sicherheit von Journalisten geworden sind.

Die gefährlichsten Orte für Journalisten

Laut den von der UNESCO vorgelegten Daten stehen folgende Länder bei der Zahl der getöteten Medienmitarbeiter an erster Stelle:

  • Palästina — 62 Personen: Die militärischen Auseinandersetzungen in der Region sind zum blutigsten und tödlichsten Schauplatz für Journalisten geworden;

  • Mexiko — 17 Personen: Obwohl kein Krieg herrscht, bleibt die Berichterstattung über organisiertes Verbrechen und Drogenkartelle hochgefährlich;

  • Sudan — 14 Personen: Innere bewaffnete Konflikte und die humanitäre Krise bedrohen das Leben von Medienvertretern direkt;

  • Ukraine — 12 Personen: Während der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen kamen weitere 12 lokale und internationale Journalisten ums Leben.

Die UNESCO fordert die internationale Gemeinschaft auf, die strikte Einhaltung des humanitären Völkerrechts zum Schutz von Reportern und Kameraleuten in Konfliktzonen sicherzustellen.

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