Warum injiziert ein Taucher einem Seestern eine Spritze?

Warum injiziert ein Taucher einem Seestern eine Spritze?

Viele Menschen, die Videos sehen, in denen ein Taucher einem Seestern eine Spritze gibt, denken, er würde ihn behandeln. In Wirklichkeit ist die Situation jedoch eine ganz andere.

Gewöhnliche Seesterne spielen eine wichtige Rolle im marinen Ökosystem. Sie ernähren sich von Weichtieren, Seeigeln und anderen kleinen Meeresbewohnern und halten deren Population im natürlichen Gleichgewicht. Interessanterweise haben Seesterne weder ein Gehirn noch Blut. Meerwasser zirkuliert durch ihren Körper, und ihre Bewegungen sowie andere lebenswichtige Prozesse werden durch Nervenknoten gesteuert.

Experten weisen auf einen weiteren wichtigen Aspekt hin: Wenn Sie einem Seestern begegnen, wird empfohlen, ihn nicht mit den Händen zu berühren. Wenn er aus dem Wasser genommen wird, verliert er die Fähigkeit zu atmen und kann in kurzer Zeit Schaden nehmen.

Das Tier im Video ist jedoch kein gewöhnlicher Seestern. Es handelt sich um eine räuberische Art mit giftigen Stacheln, die als „Dornenkronenseestern“ (Crown-of-thorns starfish) bekannt ist. Dieser Seestern ernährt sich von Korallenriffen. Wenn seine Anzahl stark zunimmt, kann er in kurzer Zeit große Korallenriffe schwer schädigen.

Aus diesem Grund verwenden Taucher eine spezielle Methode, um sie zu kontrollieren. Sie injizieren eine Essiglösung direkt in diese Art von Seestern.

Menschen halten verschiedene Seesterne in ihren Handflächen und auf dem Meeresboden.

Der Grund dafür ist einfach: Essig tötet den Dornenkronenseestern schnell ab, schadet aber den umliegenden Korallenriffen und anderen Meeresbewohnern kaum. Zudem gilt diese Methode als kostengünstig, relativ umweltfreundlich und in der Praxis effektiv.

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