Kongo im Griff der Ebola-Epidemie: Fast 3 Millionen Kinder in Gefahr

Kongo im Griff der Ebola-Epidemie: Fast 3 Millionen Kinder in Gefahr

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo stellt die Ebola-Epidemie eine zunehmende Bedrohung für Kinder dar. UNICEF berichtet, dass die Zahl der Infizierten fast 1.000 erreicht hat und etwa 3 Millionen Minderjährige in Hochrisikogebieten leben.

UNICEF-Exekutivdirektorin Catherine Russell erklärte, dass es in Ituri Kinder gibt, die durch Ebola ihre Mutter oder beide Elternteile verloren haben. Zum 19. Juni machten Kinder und Jugendliche fast 15 Prozent der bestätigten Fälle aus. Mehr als 25 Prozent der Verstorbenen gehörten ebenfalls dieser Altersgruppe an.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder und Jugendliche an der Krankheit sterben, ist fast doppelt so hoch wie bei Erwachsenen. Mongbwalu, Rwampara und Bunia bleiben die Hauptherde. Auch in Nord-Kivu und Süd-Kivu wurden Fälle registriert.

In Ituri erhalten 135 Kinder, die ihre Eltern verloren haben, psychologische Unterstützung, soziale Dienste und alternative Betreuung. Im Behandlungszentrum ist eine spezielle Kindertagesstätte für von ihren Eltern getrennte Säuglinge in Betrieb, zwei weitere Zentren sollen eröffnet werden. Die Epidemie schneidet einige Kinder auch von Schulen, medizinischer Versorgung, Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ab. Diese Situation erschwert ihren Alltag zusätzlich.

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