Selbst der Meisterkader ist unvollständig: Keown nennt drei Lücken...

Arsenal ist nach einer 22-jährigen Durststrecke englischer Meister geworden, doch Vereinslegende Martin Keown ist der Ansicht, dass dieser Kader noch nicht perfekt ist. Er zeigte drei wesentliche Lücken im Team von Mikel Arteta auf – und jüngste Entwicklungen auf dem Transfermarkt bedeuten, dass einer dieser Punkte bereits teilweise behoben wurde.
Nun lautet die Hauptfrage: Wie viele Veränderungen benötigen die Gunners noch, um ihren Titel zu verteidigen, und wie wird Arteta das Team verstärken, ohne die Balance eines bereits funktionierenden Kaders zu stören?
Keown hob drei bestimmte Positionen hervor
Der ehemalige Arsenal-Verteidiger Martin Keown ist der Meinung, dass das Team vor der neuen Saison die Verstärkung des zentralen Mittelfelds, des linken Flügels und des Sturmzentrums in Betracht ziehen sollte.
«Ich denke, Arsenal braucht einen weiteren Mittelfeldspieler, der das Spiel kontrollieren kann. Ein Linksaußen ist ebenfalls notwendig. Ich wäre nicht überrascht, wenn der Klub auch für einen Mittelstürmer auf dem Markt aktiv wird».
Keown betonte ausdrücklich einen Mittelfeldspieler, der die Ballkontrolle verbessern kann. Das bedeutet, es geht nicht nur um einen zweikampfstarken Spieler, sondern um einen Akteur, der unter dem Druck des Gegners das Tempo diktieren und die Angriffsrichtung verändern kann. Er nannte zudem die linke Außenbahn und die Mittelstürmerposition als potenzielle Prioritäten.
Die Transfers haben begonnen, aber sind die Bedürfnisse gestillt?
Erste Berichte besagten, dass Arsenal lediglich Illan Meslier ablösefrei von Leeds verpflichtet hatte. Die Situation auf dem Transfermarkt änderte sich jedoch schnell.
Stand 24. Juli hat Arsenal drei Spieler unter Vertrag genommen:
Neuer Spieler | Ehemaliger Verein | Position |
|---|---|---|
Illan Meslier | Leeds United | Torhüter |
Piero Hincapié | Bayer Leverkusen | Abwehr |
Christos Tzolis | FC Brügge | Linker Flügel |
Gleichzeitig Leandro Trossard ist zu Beşiktaş gewechselt, und Jakub Kivior zum FC Porto. Daher wurde das von Keown angesprochene Linksaußen-Problem möglicherweise durch die Verpflichtung von Tzolis gelöst, doch der Abgang des belgischen Spielers hat den Konkurrenzkampf im Sturm dennoch neu geformt.
Warum bleibt die linke Seite wichtig?
In der vergangenen Saison wurde der Großteil der Arsenal-Angriffe über die rechte Seite aufgebaut. Laut Premier-League-Analysen entfielen 43 % der Angriffe des Teams auf die rechte Seite, während nur 33 % von links kamen. Dies ermöglichte es den Gegnern vorherzusagen, wo Arsenals Hauptgefahr lauern würde.
Die Ankunft von Tzolis könnte dieses Problem lindern. Dennoch muss der neue Spieler:
sich an das Tempo des englischen Fußballs anpassen;
Konstanz in der Startelf zeigen;
auf dem gegenüberliegenden Flügel zu Bukayo Saka ein gleichwertiges Gefahrenpotenzial erzeugen;
Trossards Tore und Vorlagen kompensieren.
Daher bedeutet die Verpflichtung eines Linksaußen nicht automatisch, dass alle Fragen auf dieser Position beantwortet sind. Ein Transfer ist nicht die Lösung des Problems, sondern lediglich der erste Schritt zur Lösung.
Welcher Spielertyp fehlt im Mittelfeld?
Keowns wichtigster Punkt betrifft das Mittelfeld. Arsenal hat zwar hochkarätige Spieler am Ball, aber über eine lange Saison hinweg kann die Aufgabe, das Spiel zu kontrollieren, zu stark von einigen wenigen Führungsspielern abhängen.
Ein neuer zentraler Mittelfeldspieler könnte Arteta folgende Möglichkeiten eröffnen:
das Spieltempo gegen kompakte Defensivreihen zu erhöhen;
die kreative Last von Martin Ødegaard zu nehmen;
Declan Rice auf verschiedenen Positionen einzusetzen;
bei Verletzungen und Sperren die Qualität zu halten;
die Rotation in Meisterschaft, Pokal und Champions League zu verstärken.
Es gab bereits zuvor Berichte, dass die Sommerpläne des Klubs einen zentralen Mittelfeldspieler und einen Offensivspieler vorsahen. Vor großen Transfers müssen jedoch auch das finanzielle Gleichgewicht und die Zukunft der bestehenden Spieler berücksichtigt werden.
Ist ein neuer Stürmer eine Notwendigkeit oder eine überflüssige Ausgabe?
Das umstrittenste Thema ist die Mittelstürmerposition. Keown erwähnte diesen Transfer nicht als strikte Forderung, sondern als den nächsten logischen Schritt, den der Klub gehen könnte.
Ein neuer Mittelstürmer würde Arsenal ermöglichen:
in verschiedenen Stilen anzugreifen;
die Präsenz im Strafraum gegen tiefstehende Gegner zu erhöhen;
Konkurrenz unter den Stürmern zu schaffen;
sicherzustellen, dass Tore nicht nur von ein oder zwei Spielern abhängen.
Hier gibt es jedoch einen schmalen Grat. Einen weiteren teuren Stürmer zu holen, könnte die Einsatzzeiten aktueller Spieler verkürzen und das Mannschaftsgefüge stören. Kurz gesagt: Einen Star zu kaufen ist einfach, sie alle gleichzeitig auf den Platz zu stellen, ist kein Football Manager.
Keown stellte die wichtigste Aufgabe über Transfers
Für den ehemaligen Verteidigungsspieler geht es nicht nur darum, neue Spieler zu kaufen. Seiner Ansicht nach muss Arsenal zuallererst die Verträge mit den Stammspielern verlängern, die die Meisterschaft errungen haben, und das stärkste Fundament des Teams bewahren.
«Das Wichtigste ist, die Verträge mit den Spielern zu verlängern, die hier erfolgreich waren. Sie zu halten, das vorhandene Potenzial weiterzuentwickeln und erst danach qualitativ nachzulegen. Schließlich sprechen wir über Meister».
Die Logik dieses Ansatzes ist simpel: Eine Meistermannschaft muss nicht komplett neu aufgebaut werden. Man muss ihre Schwachstellen identifizieren und nur jene Spieler holen, die das Niveau nachweislich steigern.
Die wahre Aufgabe für Arteta
Arsenals Sommertransferfenster ist noch nicht geschlossen. Der linke Flügel wurde mit Tzolis verstärkt, Hincapié kam für die Defensive hinzu und die Konkurrenz im Tor wurde erhöht. Aber die von Keown angesprochene Frage nach dem spielgestaltenden Mittelfeldspieler und einem potenziellen neuen Stürmer bleibt offen.
Der größte Test für Arteta besteht nicht darin, viele Spieler zu holen. Unter Beibehaltung des Meistergeistes muss er das Team für die Gegner noch unberechenbarer machen.
Wer wird Ihrer Meinung nach von Arsenal im Moment am meisten gebraucht: ein spielgestaltender Mittelfeldspieler oder ein treffersicherer Stürmer? Schreiben Sie Ihre Meinung in die Kommentare und teilen Sie den Artikel mit den Gunners-Fans auf Telegram.


















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