Drei Niederlagen, zwei historische Tore: Wie bewertete die AFC Usbekistan?

Usbekistans Nationalmannschaft beendete ihre erste Weltmeisterschaft ergebnistechnisch mit einer schweren Bilanz: drei Spiele, drei Niederlagen und der letzte Platz in der Gruppe. Hinter den Zahlen bleiben jedoch zwei Tore, die in die Fußballgeschichte des Landes eingingen, unschätzbare Erfahrung und wichtige Lehren für die Zukunft.
Bei der Bilanz der Auftritte der asiatischen Vertreter bei der Weltmeisterschaft hob die Asiatische Fußballkonföderation hervor, dass Usbekistans Debüt über das Ergebnis hinaus auch positive Aspekte hatte. Bei der Weltmeisterschaft 2026 nahmen mit neun Mannschaften so viele asiatische Teams wie nie zuvor teil.
Ein historisches Tor gegen Kolumbien weckte Hoffnung
Usbekistan bestritt sein Auftaktspiel in Gruppe K gegen Kolumbien und verlor mit 1:3. Das Ergebnis bedeutete jedoch keinen leichten Sieg der Südamerikaner: Die Mannschaft von Fabio Cannavaro versuchte, den Gegner bis in die Schlussminuten unter Druck zu setzen.
Daniel Muñoz brachte Kolumbien kurz vor der Pause in Führung, ehe Abbosbek Fayzullaev in der 60. Minute ausglich. Damit wurde er zum ersten usbekischen Fußballer, der bei einer Weltmeisterschaft traf. Fünf Minuten später brachte Luis Díaz Kolumbien jedoch erneut in Führung, und Jaminton Campaz stellte in der Nachspielzeit den Endstand her.
Die AFC stellte fest, dass Cannavaro nach dem Spiel besonders die Disziplin und Entschlossenheit seiner Spieler lobte. Nach Ansicht des italienischen Trainers zwang das Debütanten-Team den erfahrenen Gegner trotz des Drucks der großen Bühne, hart für den Sieg zu arbeiten.
Portugal zeigte den Qualitätsunterschied
Am zweiten Spieltag traf Usbekistan auf einen der Turnierfavoriten, Portugal. Diesmal waren das Niveau und die individuelle Klasse des Gegners entscheidend – die Partie endete 0:5.
Cristiano Ronaldo erzielte in der ersten Halbzeit zwei Tore. Auch Nuno Mendes und Rafael Leão trugen sich in die Torschützenliste ein, während ein weiterer Treffer von Abdukodir Khusanov als Eigentor gewertet wurde. Ronaldo wurde zum ersten Spieler der Geschichte, der bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften getroffen hat.
Nach zwei Niederlagen in Folge waren Usbekistans Chancen auf den Einzug in die K.-o.-Phase stark gesunken. Auch ein Sieg gegen die Demokratische Republik Kongo hätte das Weiterkommen nicht garantiert, aber die Möglichkeit offengehalten, als eine der besten drittplatzierten Mannschaften weiterzukommen.
Was änderte sich nach Shomurodovs Tor?
Das entscheidende Spiel begann für Usbekistan wie im Traum. Eldor Shomurodov eröffnete in der 10. Minute mit einem technisch starken Abschluss aus einem schwierigen Winkel den Torreigen.
Zur Halbzeit lag Usbekistan in Führung. Nach der Pause erhöhte die DR Kongo jedoch den Druck. Yoane Wissa glich in der 68. Minute per Elfmeter aus, Fiston Mayele brachte die Afrikaner in der 78. Minute in Führung. In der Nachspielzeit erzielte Wissa sein zweites Tor und sicherte den 3:1-Sieg.
Shomurodovs Tor blieb einer der Höhepunkte Usbekistans bei der Weltmeisterschaft. In einer Fan-Abstimmung wurde es zum schönsten Tor der Gruppenphase gewählt. Der Kapitän Usbekistans setzte sich mit 36 Prozent der Stimmen gegen Stars wie Lionel Messi und Vinícius Júnior durch.
Ein schweres Ergebnis, aber ein wertvolles Debüt
Usbekistan beendete die Gruppenphase ohne Punkte. Die Nationalmannschaft erzielte in drei Spielen zwei Tore und kassierte elf Gegentreffer.
Diese Zahlen zeigen Probleme bei Abwehrfehlern, der Anpassung an ein hohes Tempo und der Änderung des Spielplans während der Partie. Besonders in der zweiten Halbzeit gegen die DR Kongo wurde deutlich, dass der Mannschaft die nötige Ruhe und internationale Erfahrung fehlten, um eine Führung zu behaupten.
Gleichzeitig war die Qualifikation für die Weltmeisterschaft selbst ein historischer Meilenstein für den usbekischen Fußball. Abbosbek Fayzullaev erzielte das erste WM-Tor des Landes, während Eldor Shomurodov einen der schönsten Treffer des Turniers erzielte.
Fabio Cannavaro betonte nach dem Turnier, dass weiterhin in Nachwuchsakademien, Infrastruktur und junge Spieler investiert werden müsse, um den usbekischen Fußball weiterzuentwickeln. Seiner Ansicht nach sollten die schweren Lektionen der Weltmeisterschaft die Grundlage für künftiges Wachstum bilden.
Das nächste große Ziel ist der Asien-Cup
Das Kapitel Weltmeisterschaft ist geschlossen, doch die Nationalmannschaft erwartet bereits die nächste große Prüfung. Der AFC Asien-Cup 2027 findet vom 7. Januar bis zum 5. Februar in Saudi-Arabienstatt. Usbekistan tritt in Gruppe B gegen Bahrain, Nordkorea und Jordanien an.
Nach drei Niederlagen bei der Weltmeisterschaft braucht die Nationalmannschaft nicht nur eine psychische Erholung, sondern muss auch ihren Spielstil weiter festigen. Die Erklärung „Wir haben Erfahrung gesammelt“ wird nun nicht mehr ausreichen – beim Asien-Cup müssen die Ergebnisse dieser Erfahrung sichtbar werden.
Usbekistans erste Weltmeisterschaft endete ohne Sieg. Das ist jedoch kein Endpunkt, sondern könnte der Beginn einer neuen Phase sein, in der die Mannschaft die Anforderungen des internationalen Fußballs aus nächster Nähe kennengelernt hat. Hinterlasst eure Meinung in den Kommentaren und teilt den Artikel auf Telegram oder anderen sozialen Netzwerken mit Sportfans!


















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