Pritchard Colon, der mit einer 16:0-Bilanz glänzte, stirbt nach 221 Tagen im Koma

Die Boxwelt hat einen schweren und zutiefst erschütternden Verlust erlitten. Der talentierte puerto-ricanische Boxer, dessen Karriere nach einer schweren Hirnverletzung im Ring im Alter von 22 Jahren tragisch endete, Pritchard Colon ist im Alter von 33 Jahren verstorben.
Dies gab der Vater des Sportlers in den sozialen Medien bekannt. Er hatte die jahrelange Widerstandskraft seines Sohnes miterlebt und ihn keinen Augenblick allein gelassen, Richard Colon teilte dies auf seiner Social-Media-Seite mit.
„Jetzt ist er in einer besseren Welt“: Die herzzerreißenden Worte des Vaters
Pritchards Vater sprach über den letzten Wunsch seines Sohnes und die beispiellose Unterstützung der Fans und schrieb:
*„Leider hat mein Sohn Pritchard diese Welt verlassen. Jetzt ist er in einer besseren Welt, frei von Leid. Ich habe alles in meiner Macht Stehende getan, um seinen größten Wunsch und Traum zu erfüllen — er wollte unbedingt nach Puerto Rico in den Urlaub reisen, doch wir konnten es nicht verwirklichen.
Ich danke euch allen für die aufrichtige Liebe und die unaufhörlichen Gebete, die ihr uns all die Jahre entgegengebracht habt. Bitte betet weiterhin für unsere Familie“*, sagte Colon senior.
Eine 16:0-Bilanz und ein Regelverstoß, der sein Leben für immer veränderte
Pritchard Colon galt einst als einer der hellsten Sterne des Weltboxens mit einer äußerst vielversprechenden Zukunft. Im Profiring bestritt er 16 Kämpfe und gewann alle, davon 13 durch K.o., und blieb während seiner gesamten Karriere ungeschlagen.
Doch im Oktober 2015 änderte sich alles, als er gegen den US-Amerikaner Terrel Williams antrat. Sein Gegner verstieß während des Kampfes mehrfach grob gegen die Boxregeln und landete verbotene Schläge auf Colons Hinterkopf. Nach dem Ende der neunten Runde wurde ihm aufgrund eines Missverständnisses in seiner Ecke der Handschuh ausgezogen, und Pritchard wurde wegen technischer Disqualifikation zum Verlierer erklärt.

221 Tage im Koma und große Stärke im Rollstuhl
Nach dem Kampf ging Colon in die Umkleidekabine, wo er plötzlich starken Schwindel und Übelkeit verspürte und das Bewusstsein verlor. Der Sportler wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht. Dort wurden eine Hirnblutung und ein subdurales Hämatom diagnostiziert.
Nach einer dringenden Gehirnoperation lag Colon 221 Tage im Koma. Nach seinem schweren Kampf ums Überleben erwachte er zwar wieder, verlor jedoch die Fähigkeit, sich selbstständig zu bewegen und zu sprechen. Die verbleibenden elf Jahre seines Lebens musste er unter besonderer Pflege und im Rollstuhl verbringen.

Seine Tragödie führte weltweit zu strengeren Strafen im Boxen für Schläge auf den Hinterkopf — die sogenannte „Pritchard-Colon-Regel“. Pritchards Schicksal wird den Fans als Symbol für Mut und familiäre Hingabe in der Sportgeschichte in Erinnerung bleiben.
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