Apple schlägt 15 Prozent Provision für Käufe außerhalb des App Store vor

Laut neuen Gerichtsunterlagen, die beim US-Bezirksgericht für den Northern District of California eingereicht wurden, hat Apple die geplante Provision für Käufe über externe Links innerhalb von Apps auf iOS-Geräten offengelegt. Dieser Schritt stellt eine weitere wichtige Etappe in den seit Jahren andauernden Gerichtsverfahren wegen der mutmaßlich wettbewerbswidrigen Politik des Technologiekonzerns dar. Techcrunch.com berichtet .
Nach Angaben von ixbt.com und anderen internationalen Quellen hat Apple vorgeschlagen, für Standard-Apps einen Provisionssatz von 15 Prozent einzuführen. Gleichzeitig sind zusätzliche Rabatte für Entwickler vorgesehen, die an den speziellen Programmen des Unternehmens teilnehmen. Nach der neuen Struktur zahlen Entwickler kleiner Unternehmen für Zahlungen nur eine Provision von 5 Prozent.
Sonderprogramme und Rabatte
Für Teilnehmer an Sonderprogrammen wie Video Partner Program, News Partner Program und Mini Apps Partner Program soll die Provision ebenfalls 10 Prozent betragen. Dem Dokument zufolge wird der Satz für Zahlungen zur automatischen Verlängerung von Abonnements ebenfalls auf 10 Prozent gesenkt. Diese Vorteile dürften kleinen und mittelgroßen Entwicklern gewisse Erleichterungen bringen.Zur Einordnung: Der iPhone-Hersteller Apple befindet sich seit Jahren in einem Rechtsstreit mit Epic Games über die Provisionen im App Store. Apple hat wiederholt versucht, die Beantwortung der gerichtlichen Anforderungen zur Provisionsstruktur zu verzögern. Das Unternehmen beantragte insbesondere, die Verfahren vor den unteren Instanzen auszusetzen, bis der Supreme Court über eine andere Frage im Fall Epic Games entschieden hat.
Gerichtsentscheidung und Position des Unternehmens
Der US Supreme Court lehnte Apples Antrag, die Verfahren vor den unteren Instanzen auszusetzen, am Donnerstag Berichten zufolge ab. Dadurch wurde der Technologiekonzern gezwungen, seine geplante Provisionsstruktur offenzulegen. Zuvor warf man dem Unternehmen vor, gegen eine gerichtliche Anordnung verstoßen zu haben, indem es eine Provision von 27 Prozent für Käufe über externe Links erhob und Regeln einführte, die das Bereitstellen solcher Links einschränken.Bei der Erläuterung seiner Position betonte Apple, dass Gebühren für Käufe von Nutzern innerhalb von Apps dazu beitragen, Investitionen in die für den Betrieb des App Store und der Software erforderlichen Werkzeuge, Technologien und Dienste zu decken. Das Unternehmen verglich seine Gebühren für externe Links mit den Richtlinien von Google Play.
Der Quelle zufolge erhebt Google Play ebenfalls eine Provision von 20 Prozent für Standard-Apps, 15 Prozent für Apps in Sonderprogrammen und 10 Prozent für die Verlängerung von Abonnements. Apple erinnerte daran, dass auch Epic Games diesen Sätzen zuvor zugestimmt hatte. Die Genehmigung des Vorschlags könnte die finanziellen Beziehungen auf dem Markt für mobile Apps künftig erheblich beeinflussen.

















Kommentare 0
…