US Space Force finanziert Satellitenstarts mithilfe der Zentrifugalkraft

US Space Force finanziert Satellitenstarts mithilfe der Zentrifugalkraft

Die US Space Force hat eine neue Technologie finanziert, die den Zugang zum Weltraum und den Transport von Nutzlasten in die Umlaufbahn grundlegend verändern könnte. Laut ixbt.com hat das Startup Space Kinetic einen OTA-Vertrag über 50 Millionen US-Dollar für die Entwicklung des Whirlwind-Systems erhalten, das Raumfahrzeuge ohne Treibstoff starten soll. Darüber berichtet Ixbt.com berichtet .

Diese innovative Idee basiert auf dem Prinzip der antiken Schleuderwaffe. Wie CEO Ryan Sullivan erklärt, versetzt das elektromechanische System eine Nutzlast mithilfe der Zentrifugalkraft mit hoher Geschwindigkeit in Rotation und schleudert sie ins All. Anschließend setzt der Satellit seine eigenen Triebwerke ein, um die gewünschte Umlaufbahn oder sein Ziel zu erreichen.

Die Grenzen der Raketengleichung überwinden

Die Zentrifugalbeschleunigung ermöglicht es, die strengen Grenzen der herkömmlichen Raketengleichung zu umgehen. Die für die Anfangsgeschwindigkeit erforderliche Hauptenergie stammt dabei nicht aus chemischem Treibstoff, sondern aus mechanischer Spannung. Da der Whirlwind-Träger nicht von einem bestimmten Nutzlasttyp oder einem orbitalen Profil abhängt, gilt er als äußerst flexible Lösung.

Das Unternehmen betont, dass das System Aufgaben wie Aufklärung im Weltraum, die Sicherstellung der Kommunikation, den Transport wissenschaftlicher Sonden und sogar die Inspektion von Weltraummüll übernehmen könnte. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf einer „Drohnenwirtschaft“ im All, in der die Lebensdauer günstiger Satelliten nicht in Jahren, sondern in Minuten gemessen werden könnte.

Das Konzept verbrauchbarer Nutzlasten im Weltraum

Dieser Ansatz steht im völligen Gegensatz zu herkömmlichen Missionen über mehrere Jahre und schweren Raumfahrzeugen im Wert von mehreren Millionen US-Dollar. Das Konzept der verbrauchbaren Nutzlast, bekannt als „Attritable Payload“, besitzt eine definierte „Nutzungsdauer“ und eröffnet ein neues Kapitel in modernen Raumfahrtstrategien.

Es ist erwähnenswert, dass Space Kinetic bereits mehrere Erfolge erzielt hat. So erhielt das Startup von DARPA einen Vertrag über mehrere Millionen US-Dollar, um seine Architektur an ein asymmetrisches Raketenabwehrsystem anzupassen. Außerdem wurde das Unternehmen für das Programm SpaceWERX Adaptive and Intelligent Space Challenge ausgewählt.

Das Team umfasst inzwischen 50 Mitarbeiter, in Albuquerque ist ein Labor für die Entwicklung von Prototypen in Betrieb, und in El Segundo wird ein neues Büro eröffnet. Die Fachleute haben den Termin für den ersten Orbitaltest noch nicht bekannt gegeben. Derzeit werden die Technologie am Boden getestet und Gespräche mit Partnern für die Integration geführt.

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