Sindarov gibt eine unerwartete Einschätzung zu Gukeshs Emotionen...

Beim Turnier in Warschau Javokhir Sindarov Die leidenschaftliche Reaktion von Gukesh Dommaraju nach seinem Sieg über Javokhir Sindarov erregte in der Schachwelt Aufsehen. Der indische Großmeister verbarg seine Gefühle nach dem Sieg nicht und zeigte seine Emotionen offen.
Einige Zeit später wurde Javokhir nach seiner Meinung zur Reaktion seines Gegners gefragt. Der usbekische Schachspieler versuchte, anstatt Gukeshs Handlungen zu kritisieren, dessen psychologischen Zustand zu verstehen.
Wie erklärte Sindarov Gukeshs Zustand?
Nach Javokhirs Meinung können der äußere Druck und die Kritik für einen starken Schachspieler nach erfolglosen Turnieren erheblich zunehmen.
«Wenn Gukesh ein schlechtes Turnier spielt, fangen alle an, alles Mögliche über sein Schach zu sagen. Vielleicht brauchte er das wirklich, um vor dem Meisterschaftskampf Selbstvertrauen zu gewinnen».
Sindarov bewertete die starken Emotionen seines Gegners nach dem Sieg somit als eine spezifische psychologische Reaktion.
«Ich bin mental ebenfalls sehr gut vorbereitet»
Javokhir betonte, dass er psychologisch ebenfalls auf solch große Wettbewerbe vorbereitet sei.
Dies ist ein besonders wichtiger Faktor im Spitzenschach. Denn ein Duell zwischen Großmeistern erfordert nicht nur Kombinationen auf dem Brett, sondern auch Druckresistenz, Selbstvertrauen und emotionale Stabilität.
Sindarov merkte an, dass er seit seiner Kindheit an die Reaktionen von Gegnern nach Siegen oder Niederlagen gewöhnt sei.
Kindheitsrivalität mit Nodirbek
Javokhir erinnerte sich in diesem Zusammenhang auch an seine Kindheitsjahre mit Nodirbek.
«Ich bin mit Turnieren aufgewachsen, bei denen die Gegner das immer so gemacht haben. Wir haben als Kinder viel mit Nodirbek gespielt».
Laut Sindarov war die Reaktion auf Sieg und Niederlage bei ihrer Rivalität bei den usbekischen Meisterschaften immer intensiv.
«Wenn er verlor, habe ich gefeiert, und wenn ich verlor, hat er sich gefreut. Für mich ist das also eine völlig natürliche Situation».
Warum hält Sindarov diese Situation für normal?
Aus Javokhirs Antwort geht klar hervor, dass er Gukeshs Emotionen nach dem Sieg nicht als persönliche Beleidigung oder Respektlosigkeit aufgefasst hat.
Im Gegenteil, der usbekische Schachspieler sieht eine solche Reaktion als natürlichen Teil des Wettbewerbs. Für ihn war in dem sportlichen Umfeld, das seit seiner Kindheit geprägt wurde, die Freude eines Gegners nach einem Sieg oder eine Reaktion nach einer Niederlage immer normal.
Das Wichtigste ist die Antwort auf dem Schachbrett
Sindarovs Einstellung zeigt auch einen wichtigen Aspekt des Profisports: Die intensive Rivalität zwischen starken Gegnern kann von persönlichen Beziehungen getrennt werden.
In der Partie in Warschau gewann Gukesh und feierte dies mit großen Emotionen. Javokhir nahm den Zustand seines Gegners mit Verständnis auf.
Somit wurde eine weitere Seite der Rivalität zwischen Schachspielern — ein harter Kampf auf dem Brett und das Verständnis für die Gefühle des Gegners außerhalb davon — durch Sindarovs Antwort deutlich aufgezeigt.


















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