MeerKAT-Teleskop entdeckt 15 neue Pulsare im Sternbild Tukan

Die internationale Radioastrophysik-Kollaboration TRAPUM hat mit dem MeerKAT-Radiointerferometer in Südafrika 15 neue Millisekundenpulsare im Sternhaufen 47 Tucanae (NGC 104) entdeckt. Diese Entdeckung überwand eine technologische Hürde der letzten zwei Jahrzehnte und erhöhte die Zahl der bekannten Pulsare im Cluster von 27 auf 42. Dies berichtet Ixbt.com .
Die Forscher arbeiteten mit Experten des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie und der Universität Manchester zusammen, um die Multi-Beam-Synthese-Technologie einzusetzen. Mithilfe spezieller Algorithmen und der SeeKAT-Methode gelang es den Wissenschaftlern, hochpräzise Beobachtungen selbst in den extrem dichten Bedingungen des Sternkerns durchzuführen.
12 der identifizierten Objekte gehören zu Doppelsternsystemen. Am bemerkenswertesten ist der Pulsar 47 Tuc af, der zum Typ der „Schwarzen Witwe“ gehört und seinen Begleitstern allmählich verdampft. Diese Entdeckung bestätigte die Verbindung zur optischen Quelle W34, die 2002 vom Hubble-Teleskop registriert wurde, aber ein Rätsel blieb.
Darüber hinaus erregte das System 47 Tuc ai aufgrund seiner ungewöhnlichen orbitalen Exzentrizität die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler. Solche seltenen Systeme dienen als perfekte Labore zur Untersuchung der Evolution exotischer Objekte in dichten Sternhaufen.
Als wichtiger Teil der Studie wurden 15 Jahre Archivdaten des Parkes-Observatoriums neu analysiert. Mithilfe präziser Ephemeriden von MeerKAT konnten die Wissenschaftler schwache Signale identifizieren, die zuvor als Rauschen galten, und die Natur der Pulsare bestätigen.
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