Titan-Killer erstmals live zu sehen: GeForce RTX 2080 Ti Super enthüllt

Auf der Handelsplattform eBay ist ein voll funktionsfähiges technisches Muster der GeForce RTX 2080 Ti Super aufgetaucht, einer Grafikkarte, die von NVIDIA nie offiziell veröffentlicht wurde. Dieses seltene Gerät wurde sofort von einem Sammler erworben. Laut einer Analyse der PG151-Leiterplatte wurde die Karte als Zwischenlösung zwischen der Flaggschiff-GeForce RTX 2080 Ti und der semiprofessionellen Titan RTX entwickelt. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten.
Quellen geben an, dass dieses Projekt intern bei NVIDIA inoffiziell als „Titan-Killer“ bezeichnet wurde. In Bezug auf die technischen Daten liegt der Prototyp tatsächlich näher an der Titan RTX als am normalen RTX 2080 Ti-Modell. Er basiert auf dem vollständigen TU102-Grafikprozessor mit 4608 CUDA-Kernen – derselbe Wert wie bei der Titan RTX. Zum Vergleich: Das Serienmodell RTX 2080 Ti verfügte über 4352 CUDA-Kerne.
Auch das Speichersubsystem ist beeindruckend: Die Karte ist mit einem 384-Bit-Bus und 12 GB GDDR6-Speicher ausgestattet, während die im Einzelhandel erhältliche RTX 2080 Ti auf 11 GB Speicher und einen 352-Bit-Bus beschränkt war. Experten glauben, dass das Projekt in der letzten Entwicklungsphase abgebrochen wurde. Der Grund war, dass die Leistung des neuen Modells der 2500-Dollar-Titan RTX zu nahe kam, was zu unnötiger interner Konkurrenz für das Unternehmen hätte führen können.
Designtechnisch vereint dieser Beschleuniger Elemente mehrerer Modelle der Turing-Generation. Die Grafikkarte verfügt über das für die Super-Linie typische glänzende Finish, ist jedoch mit einer komplett schwarzen Wärmeableitungsplatte ausgestattet, die bei Serienkarten dieser Ära nicht zu finden war. Interessanterweise entspricht die Platine trotz der Aufschrift RTX 2080 Super auf dem Gehäuse exakt der Ti-Version.
Da die RTX 2080 Ti Super nie in den Handel gelangte, erkennen moderne NVIDIA-Treiber sie nicht automatisch. Laut dem Verkäufer war es erforderlich, die Kennungen in den INF-Dateien des Treibers manuell zu bearbeiten und Windows 10 in den Testmodus zu versetzen, um die Karte zum Laufen zu bringen. Danach wurde die Karte vom System erfolgreich erkannt und bestand alle Stresstests problemlos.















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