KI-Chip-Hersteller Groq sammelt 650 Millionen Dollar ein

Groq, das auf dem Markt für KI-Chips mit Giganten wie NVIDIA konkurriert, hat offiziell bestätigt, dass es 650 Millionen Dollar an neuen Investitionen eingeworben hat, um seine Geschäftstätigkeit auszuweiten und strategische Änderungen vorzunehmen. Dieser Schritt erfolgt in einer kritischen Phase, da Groq kürzlich im Rahmen einer komplexen Vereinbarung mit NVIDIA einen Teil seines technologischen geistigen Eigentums und führende Spezialisten verloren hat. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet .
Laut ixbt.com wird erwartet, dass diese Finanzierungsrunde den Marktwert des Unternehmens erheblich steigern wird, obwohl die genauen Zahlen noch nicht bekannt gegeben wurden. Im September letzten Jahres wurde Groq auf 6,9 Milliarden Dollar geschätzt. Die neuen Mittel werden nicht nur zur Modernisierung der technologischen Basis, sondern auch zum Ersatz von Schlüsselpersonal verwendet, das zu NVIDIA gewechselt ist.
Umstrittene Vereinbarung und Personalaustausch mit NVIDIA
Im Dezember letzten Jahres wurde ein spezieller Lizenzvertrag zwischen NVIDIA und Groq unterzeichnet. Infolge dieser Vereinbarung wechselten Groq-Gründer und CEO Jonathan Ross sowie Präsident Sunny Madra und mehrere wichtige Ingenieure zu NVIDIA. Dieser Prozess, in der Tech-Welt als "not-acqui-hire" bezeichnet (Gewinnung von Talenten ohne vollständige Übernahme), brachte den Investoren von Groq zwar große Gewinne, hinterließ jedoch eine Lücke in der Unternehmensführung.Derzeit hat Doug Wightman, einer der Gründer des Unternehmens, die Leitung von Groq übernommen. Um das Team zu verstärken, ernannte das Unternehmen Alan Rice, der Erfahrung bei Giganten wie xAI und Meta gesammelt hat, zum Chief Operating Officer (COO). Zudem sind Spezialisten von Microsoft und anderen Cloud-Technologie-Unternehmen zum Team gestoßen.
Neue Strategie: Fokus auf Cloud-Dienste
Groq ist bekannt für seine sogenannten Language Processing Units (LPU), die die Geschwindigkeit der Inferenz in KI-Systemen drastisch erhöhen. Nachdem NVIDIA jedoch die Lizenz für diese Technologie erworben und sein Nvidia Groq 3 LPX-System vorgestellt hatte, entschied Groq, sein Geschäftsmodell zu ändern.Das Unternehmen konzentriert sich nun primär auf das "Neocloud"-Geschäft (Cloud-Dienste der nächsten Generation). Groq gab bekannt, dass es derzeit folgende Erfolge erzielt hat:
- 13 Rechenzentren in Nordamerika, Europa, dem Nahen Osten und der Asien-Pazifik-Region wurden eingerichtet;
- Über 5 Millionen Entwickler und Tausende von KI-Unternehmen werden bedient;
- Wöchentlich werden Billionen von Token (Texteinheiten) verarbeitet.


















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