Rosatom bereitet den Verkauf seiner Beteiligung am Akkuyu-AKW-Projekt vor

Der russische Staatskonzern Rosatom verhandelt mit externen Investoren über den Verkauf eines Teils seiner Beteiligung am türkischen Kernkraftwerksprojekt Akkuyu. Nach Angaben der Zeitung Iswestija soll dieser Schritt die Finanzierung des großen Energieobjekts erleichtern. Dies berichtet Ixbt.com berichtet berichtet.
Gemäß dem 2010 geschlossenen russisch-türkischen Regierungsabkommen muss der russische Anteil am Lebenszyklus des Kraftwerks mindestens 51 Prozent betragen. Die verbleibenden 49 Prozent können an ausländische oder inländische Investoren verkauft werden. Das Akkuyu-AKW hat eine Betriebsdauer von 60 Jahren, die zudem verlängert werden kann.
Investoren zeigen Interesse am Projekt
Rosatom hat in den vergangenen Jahren mehrere Versuche unternommen, diese Vermögenswerte zu übertragen. In der Anfangsphase gehörte der türkische Geschäftsmann Ahmet Çalık zu den wichtigsten Interessenten, doch seine Holding geriet in finanzielle Schwierigkeiten. Danach plante Turgay Ciner, der Leiter von Ciner Holding, in das Projekt einzusteigen, musste das Land jedoch wegen eines Konflikts mit den Behörden verlassen.Darüber hinaus versuchte das Konsortium Cengiz-Kolin-Kalyon 2017–2018, die 49-prozentige Beteiligung zu erwerben, doch auch diese Transaktion wurde nicht abgeschlossen. Rosatom prüft derzeit die Möglichkeit, den Anteil als geschlossenes Paket oder auf mehrere Unternehmen verteilt zu verkaufen. Alle Schritte werden dabei eng mit der türkischen Seite abgestimmt.
Bedeutung des Kraftwerks und künftige Pläne
Experten zufolge würde der Verkauf der 49-prozentigen Beteiligung die finanzielle Belastung der russischen Seite deutlich verringern. Das Akkuyu-AKW umfasst vier Reaktoreinheiten des russischen Typs VVER-1200 mit einer Leistung von jeweils 1200 MW. Nach der vollständigen Inbetriebnahme aller Blöcke wird das Kraftwerk jährlich etwa 35 Milliarden kWh Strom erzeugen.Das neue Kernkraftwerk wird mehr als 10 Prozent des Gesamtbedarfs der Türkei decken können. Dadurch wird die Abhängigkeit des Landes von Gas-, Kohle- und Ölimporten deutlich sinken. Zuvor war berichtet worden, dass die Stromerzeugung im ersten Block des Kraftwerks bis zum Jahresende beginnen soll.

















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