Telegram löscht VPN-Service-Kanal, um seine Domain zu retten

Telegram löscht VPN-Service-Kanal, um seine Domain zu retten

Der Messenger Telegram hat den offiziellen Kanal eines mit Cyberkriminalität in Verbindung stehenden VPN-Dienstes vollständig gelöscht. Diese drastische Maßnahme wurde ergriffen, da die Domain t.me von einer Sperrung bedroht war. Laut Domain.me (dem Betreiber der zum Montenegro gehörenden .me-Domainzone) wurde diese Domain, die als primärer Link-Verkürzer des Messengers dient, aufgrund von US-Sanktionen vorübergehend ausgesetzt. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Das Problem steht im Zusammenhang mit einer Liste von Beschränkungen, die vom Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums veröffentlicht wurde. Der Link zum Telegram-Kanal des illegalen VPN-Dienstes wurde in diese Liste aufgenommen. Da der Link die Domain t.me enthielt, wurde die gesamte Domainzone vom Betreiber gesperrt.

Ein beliebtes Werkzeug für Cyberkriminelle

Es geht um einen anonymen VPN-Dienst, der seit 2014 aktiv war und in Untergrundforen beworben wurde. Der Dienst war dafür bekannt, keine Protokolle (Logs) über Nutzeraktivitäten zu führen und nicht mit Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten. Genau diese Eigenschaften machten ihn bei Cyberkriminellen beliebt.

Nach Angaben von US-amerikanischen und europäischen Strafverfolgungsbehörden nutzten mindestens 25 große Hackergruppen die Infrastruktur des Dienstes. Insbesondere Gruppen, die Ransomware-Angriffe durchführen, verließen sich auf dieses Tool, um ihre Operationen zu verschleiern. Im Mai 2024 wurde der Betrieb des Dienstes durch eine gemeinsame Operation des FBI und der europäischen Polizei beendet.

Wiederherstellung der Domain

Nachdem die Messenger-Administration den sanktionierten Kanal gelöscht hatte, stellte der Betreiber Domain.me die Funktionalität der Domain t.me wieder her. Zuvor war die Domain aufgrund eines Links zu einer verbotenen Ressource gesperrt worden. Für Telegram ist dies ein kritisches Thema, da die Domain t.me das wichtigste Instrument für Kurzlinks zu Nutzern, Kanälen und Bots ist.

Diese Situation zeigt erneut, wie wichtig die Einhaltung internationaler Sanktionen und rechtlicher Anforderungen für große Plattformen wie Telegram ist. Auch für Nutzer in Usbekistan ist dies relevant, da viele Dienste und öffentliche Kanäle innerhalb des Messengers über das t.me-Präfix funktionieren. Wäre die Domain vollständig gesperrt worden, hätte das externe Linksystem des Messengers komplett ausfallen können.

Derzeit funktionieren Telegram und die Domain t.me im Normalbetrieb. Es wird erwartet, dass das Messenger-Team Inhalte auf Sanktionslisten künftig strenger kontrolliert, um solche Vorfälle zu vermeiden. Laut ixbt.com markieren solche Sperren eine neue Stufe in den Beziehungen zwischen Technologiegiganten und zwischenstaatlichen Regulierungsbehörden.

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