Hauptmodul für den Fusionsreaktor ITER installiert

Hauptmodul für den Fusionsreaktor ITER installiert

Ein wichtiger Meilenstein wurde im Rahmen des internationalen wissenschaftlichen Projekts in Cadarache, Frankreich, erreicht. Nach Angaben der China National Nuclear Corporation (CNNC) wurden das Heben und die Installation des nächsten großen Moduls der Vakuumkammer für ITER, dem weltweit größten Fusionsreaktor, erfolgreich abgeschlossen. Dieser Prozess wird als entscheidender Schritt zur Schaffung einer sauberen und praktisch unerschöpflichen Energiequelle für die Menschheit bewertet. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Die Vakuumkammer ist der Kernteil des Tokamak und besteht aus neun großen Sektormodulen. Transport, Heben, Einsetzen in die Grube, Drehen und Positionieren jedes einzelnen Elements mit millimetergenauer Präzision erfordert äußerst komplexe ingenieurtechnische Lösungen. Der enge Arbeitsbereich in der Grube und die gleichzeitige Überschneidung mehrerer Prozesse erschwerten die Gesamtkoordination zusätzlich.

Komplexer ingenieurtechnischer Einsatz und internationale Zusammenarbeit

Diese Hebeoperation wurde vom CNNC-Ingenieurkonsortium in enger Zusammenarbeit mit Teams aus verschiedenen Ländern der Welt durchgeführt. Der Installationsprozess der Ausrüstung dauerte im Schichtbetrieb fast 30 Stunden ohne Unterbrechungen. Alle Arbeiten wurden ohne Notfälle oder Qualitätsmängel vollständig abgeschlossen, und die Aufgabe, wichtige Kernkomponenten mit hoher Präzision zu installieren, wurde erfolgreich bewältigt.

Zur Erinnerung: Das ITER-Projekt (Internationaler Thermonuklearer Experimentalreaktor) wurde 1985 gestartet. Anbau und Finanzierung beteiligen sich sieben Parteien: die Europäische Union, China, die USA, Russland, Japan, Südkorea und Indien. Das Hauptziel des Projekts besteht darin, die kommerzielle Rentabilität der kontrollierten Kernfusion praktisch zu testen.

Wie die „künstliche Sonne“ funktioniert und ihre Zukunft

Dem Projekt zufolge ist dieses Gerät darauf ausgelegt, 500 MW Fusionsenergie zu erzeugen und dabei nur 50 MW Leistung zu verbrauchen. Dies sorgt für eine Verzehnfachung der Energie und ebnet den Weg für zukünftige kommerzielle Fusionskraftwerke. China hat sich aktiv an diesem Projekt beteiligt, über zehn Hauptkomponenten wie Magnete und Vakuumkammerkomponenten hergestellt und die Montage des Tokamak durchgeführt.

Das Funktionsprinzip von ITER, in den Medien oft als „künstliche Sonne“ bezeichnet, basiert auf der Kernfusionsreaktion im Inneren der Sonne. Dabei wird durch die Kollision und Verschmelzung zweier Wasserstoffisotope – Deuterium und Tritium – eine riesige Menge sauberer Energie freigesetzt. Ein Liter aus Meerwasser gewonnenes Deuterium kann Energie liefern, die 300 Litern Benzin entspricht.

Experten betonen, dass diese Brennstoffreserven praktisch unerschöpflich sind und langfristig schädliche radioaktive Abfälle sowie Treibhausgasemissionen verhindern. Daher gilt sie als die ultimative und vielversprechendste Lösung der Menschheit für kohlenstofffreie Energie.

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