James-Webb-Teleskop untersuchte das Wetter des kältesten Braunen Zwergs

Laut Ixbt.com ist es einem internationalen Astronomenteam erstmals gelungen, eine detaillierte Wetterkarte des kältesten bekannten Braunen Zwergs, WISE 0855, zu erstellen. Mit einer Temperatur von nur 265 Kelvin ist dieses sternähnliche Objekt kälter als jeder Planet in unserem Sonnensystem und ist bedeutend, da es an der Übergangsgrenze zwischen Sternen und massereichen Gasriesen liegt. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Mithilfe des NIRSpec-Spektrographen des James Webb Space Telescope, einem der leistungsstärksten Instrumente im Weltraum, beobachteten Wissenschaftler dieses mysteriöse Objekt 11 Stunden lang ununterbrochen. Die Analyse zeigte, dass die Atmosphäre von WISE 0855 trotz der eisigen äußeren Umgebung komplex und turbulent ist und von Wasserwolken sowie Überresten von Kohlenmonoxid bedeckt ist.
Das Geheimnis molekularer Veränderungen in der Atmosphäre
Während der Studie zerlegte James Webb die Strahlung in einzelne Komponenten und zeigte deutlich, wie jedes Molekül pulsiert. Kohlenmonoxid zeigte die primäre Dynamik, wobei seine Lichtschwankungen von der Spitze bis zum Tiefpunkt 10 Prozent erreichten. Auch Phosphin zeigte eine einzigartige Aktivität, was beweist, dass das Verhalten beider Gase durch einen einzigen Mechanismus tief in der Atmosphäre gesteuert wird.Methan, Ammoniak und Wasserdampf zeigten jedoch eine sehr schwache Variabilität in ihren Zonen maximaler Opazität. Um die Ergebnisse zu erklären, griffen die Wissenschaftler auf zwei Atmosphärenmodelle namens PICASO und coolTLUSTY zurück. Es stellte sich heraus, dass die beobachteten Prozesse nur dann vollständig verstanden werden können, wenn sich die Temperatur und die Wolkendicke des Objekts gleichzeitig ändern.
Starke Winde und zukünftige Beobachtungen
Die äußeren Schichten von WISE 0855 sind mit Wasserwolken bedeckt, deren Dicke sich während der Rotation ändert. Gleichzeitig verursachen Gase, die aus tiefen Schichten aufsteigen, unerwartete Unterschiede in der vertikalen Bewegung. Experten glauben, dass das Objekt keine stabilen Wirbel wie den Großen Roten Fleck des Jupiter aufweist, sondern intensive äquatoriale und mittlere Breitengrad-Jets.Derzeit ist die genaue Rotationsperiode des Objekts noch nicht vollständig geklärt, und die Daten deuten auf eine komplexe Dynamik im Zusammenhang mit Mehrkomponentenwinden hin. Diese Entdeckung dient als wichtige wissenschaftliche Brücke zwischen der Untersuchung des Wetters von Gasriesen wie Jupiter und Saturn und der zukünftigen Erforschung erdähnlicher Exoplaneten.
















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