Erstmals in der Wissenschaftsgeschichte wurde Antimaterie per Fahrzeug transportiert

Erstmals in der Wissenschaftsgeschichte wurde Antimaterie per Fahrzeug transportiert

Ein bedeutender historischer Meilenstein in der globalen Wissenschaft wurde erreicht: CERN-Forscher haben erstmals erfolgreich Antimaterie in einem speziellen mobilen Gerät über eine Straße transportiert. Laut den im Journal Nature veröffentlichten Ergebnissen wurde dieses komplexe Experiment im März dieses Jahres auf dem Gelände der Europäischen Organisation für Kernforschung in Genf durchgeführt. Dies berichtet Ixbt.com berichtet.

Es wurde bekannt gegeben, dass Wissenschaftler des BASE-Projekts 92 Antiprotonen aus dem Antimatter Factory-Komplex extrahierten und sie in ein mobiles Gerät namens BASE-STEP einbrachten. Anschließend wurde diese einzigartige Ausrüstung auf einen LKW geladen und etwa 30 Minuten lang über eine Strecke von 8 Kilometern innerhalb des Forschungszentrums transportiert. Wichtig ist, dass während des Transports kein einziges Antiproton verloren ging.

Ein neuer Rekord bei der Lagerung und Handhabung von Antimaterie

Es wird betont, dass das Experiment nicht mit diesem erfolgreichen Transport endete. Experten gelang es, die Antiteilchen insgesamt über einen Monat lang im Gerät zu lagern und kontrolliert zu bewegen. Dies stellt einen absoluten Rekord für mobile Systeme dieser Art dar.

Eine der größten technischen Herausforderungen bei der Durchführung eines solch heiklen Prozesses bestand darin, eine Ultrahochvakuumumgebung aufrechtzuerhalten. Denn ein Antiproton annihiliert sofort, wenn es mit gewöhnlicher Materie in Kontakt kommt. Während der gesamten Lagerdauer im BASE-STEP-Gerät wurde der Druck sogar unter den Projektvorgaben gehalten – bei weniger als 2,2×10⁻¹⁸ mbar.

Um die Antiteilchen im Gleichgewicht zu halten, ohne die Wände zu berühren, wurde eine Penning-Falle verwendet, die elektrische und magnetische Felder kombiniert.

Zukunftspläne und wissenschaftliche Bedeutung

Wissenschaftler sind der Ansicht, dass der Transport von Antimaterie außerhalb des CERN-Geländes notwendig ist, um die Genauigkeit der Messungen drastisch zu erhöhen. Derzeit erzeugt die Infrastruktur der Antimatter Factory starke magnetische Vibrationen, was zu einem der Hauptfaktoren wurde, die die Genauigkeit zukünftiger Experimente einschränken. Physiker streben an, Antiprotonen in spezielle „ruhige“ Labore zu liefern, die weit entfernt von leistungsstarken Beschleunigeranlagen liegen.

Nach Berechnungen des BASE-Teams könnte dies die Genauigkeit einiger Messungen um mindestens das 100-fache erhöhen. Solche Grundlagenforschungen spielen eine wichtige Rolle für ein tieferes Verständnis der Welt aus Materie und Antimaterie. Aktuellen Theorien zufolge sollten beim Urknall Materie und Antimaterie in gleichen Mengen entstanden sein, doch das beobachtbare Universum besteht fast ausschließlich aus Materie.

In der nächsten Phase planen die Wissenschaftler einen längeren Transport über 10 Stunden von Genf nach Düsseldorf. An der Heinrich-Heine-Universität in Deutschland wird derzeit ein spezielles hochpräzises Labor errichtet, das speziell für den Vergleich von Materie und Antimaterie konzipiert ist.

Kommentare 0

Ähnliche Nachrichten