Gigabyte testet eine neue 12VHPWR-Lösung in RTX-50-Infinity-Grafikkarten

Gigabyte, einer der führenden Anbieter auf dem Markt für Computerhardware, hat damit begonnen, in seiner Grafikkartenserie GeForce RTX 50 Infinity eine eigene Lösung gegen die Überhitzungsprobleme des viel diskutierten 12VHPWR-Stromanschlusses einzusetzen. Ersten durchgesickerten Fotos zufolge hat der Hersteller dieses potenziell gefährliche Bauteil direkt in einen dicken Aluminiumblock integriert, der zu einem festen Bestandteil des gesamten Kühlsystems geworden ist. Darüber berichtet Ixbt.com in einem Bericht.
In den vergangenen Jahren gerieten 12VHPWR-Anschlüsse, die in leistungsstarken Grafikbeschleunigern zum Einsatz kommen, immer wieder in den Fokus, weil sie bei unzureichender Befestigung oder unter hoher Last schmelzen können. Wie die Fachleute von PC Games Hardware hervorheben, wollen die Gigabyte-Ingenieure mit diesem Konstruktionsansatz die Temperatur an der Kontaktstelle senken. Ob die Aluminiumsperre in kritischen Situationen ausreichend gegen Überhitzung hilft, werden jedoch umfassende Tests zeigen, die in den kommenden Tagen durchgeführt werden sollen.
Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen
Neben dem innovativen Kühlblock haben die Ingenieure auch die Position des Stromanschlusses verändert. Laut Ixbt.com ist dieses Bauteil nicht wie üblich direkt auf die Hauptplatine gelötet. Stattdessen wurde der Anschluss auf eine kleine separate Platine verlagert, die über ein verstärktes Kabel mit der Hauptplatine verbunden ist.Diese technische Lösung könnte eine wichtige Rolle dabei spielen, die Folgen möglicher thermischer Schäden und Kurzschlüsse zu minimieren. Selbst wenn der Anschluss überhitzt und ausfällt, dürfte die teurere Hauptplatine der Grafikkarte nahezu vollständig unbeschädigt bleiben, da sich die negativen Auswirkungen auf das separate kleine Modul beschränken würden.
Ein interessantes Detail und das RTX-5090-Modell
Dennoch wirft dieser neue technologische Ansatz Fragen auf, da er offenbar nicht auf alle Modelle gleichermaßen angewendet wird. Insbesondere wurde festgestellt, dass die GeForce RTX 5090 Infinity, das leistungsstärkste Flaggschiffmodell der Serie, nicht über diese Schutzfunktionen verfügt.Ausgerechnet das RTX-5090-Modell ist dafür bekannt, bei anspruchsvollen Arbeitslasten und in Spielen bis zu 550–600 W zu verbrauchen und häufiger als andere Karten der aktuellen Generation durchzubrennen. Fachleute und Nutzer versuchen zu klären, warum gerade das Flaggschiff mit dem höchsten Strombedarf und der größten Wärmeentwicklung nicht mit ähnlichen zusätzlichen Schutzelementen ausgestattet wurde. Gigabyte hat dazu bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben, doch die Testergebnisse kompakter Modelle und neuer Geräte der Mittelklasse sollen bald veröffentlicht werden.

















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