Snowflake-Hacker bekennt sich schuldig, Daten von mehr als 165 Unternehmen gestohlen zu haben

Das US-Justizministerium hat eine wichtige Erklärung zu einem groß angelegten Cybercrime-Fall veröffentlicht. Demnach bekannte sich der 26-jährige kanadische Staatsbürger Connor Moucka dazu, illegal in die Netzwerke von mehr als 165 Unternehmen eingedrungen zu sein, Milliarden von Datensätzen gestohlen und von den Opfern durch Erpressung Geld gefordert zu haben. Die Cyberangriffe legten gravierende Schwachstellen in der Sicherheit moderner Cloud-Technologien und beim Schutz von Unternehmensdaten offen. TechCrunch.com berichtet .
Nach Angaben des US-Justizministeriums drang Connor Moucka gemeinsam mit seinen Komplizen in die Sicherheitssysteme des Cloud-Anbieters Snowflake ein. Dadurch gelangten die Kundendatenbanken Dutzender großer Unternehmen, darunter AT&T, LendingTree und Ticketmaster, in die Hände der Hacker. Insbesondere wurde festgestellt, dass Gesprächs- und SMS-Daten von mehr als 100 Millionen AT&T-Kunden gestohlen wurden.
Umfang und finanzieller Schaden der Cyberangriffe
Die Kriminellen drohten damit, aus verschiedenen Quellen erlangte Daten zu veröffentlichen, darunter Bankdaten, Führerscheine und persönliche Identifikationsnummern. Laut ixbt.com erpressten Connor Moucka und seine Komplizen über mehrere Jahre hinweg mehr als 2,5 Millionen US-Dollar durch Lösegeldforderungen. Zusätzlich verdienten sie eine halbe Million US-Dollar mit dem Verkauf der gestohlenen Datenbanken in bekannten Hackerforen wie BreachForums.Nach Schätzungen des Federal Bureau of Investigation (FBI) beläuft sich der gesamte finanzielle Schaden für die Opfer dieser Cyberangriffe auf 9,5 Millionen US-Dollar. FBI-Spezialagent W. Mike Herrington bezeichnete die Taten als „kalkulierte und räuberische Bedrohungen“ und betonte, dass Millionen gewöhnlicher Bürger betroffen waren.
Einschätzung von Experten und das bevorstehende Gerichtsverfahren
Der online unter den Pseudonymen Waifu und Judische bekannte Hacker wurde Ende 2024, mehrere Monate nach den Angriffen auf Snowflake, in Kanada festgenommen. Austin Larsen, leitender Forscher beim zu Google gehörenden Cybersicherheitsunternehmen Mandiant, hatte Moucka damals als einen der „gefährlichsten Hacker mit den schwerwiegendsten Folgen“ des Jahres 2024 bezeichnet.Die Ermittlungen sind inzwischen abgeschlossen, und das Verfahren ist in die Vorbereitungsphase vor dem Prozess eingetreten. Die Verkündung des Urteils gegen Connor Moucka ist für den 27. Oktober dieses Jahres geplant; ihm könnten Jahrzehnte im Gefängnis drohen. Der Fall zeigt erneut, wie wichtig es ist, die Sicherheit von Cloud-Diensten im Bereich der Cybersicherheit weiter zu verbessern.

















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