Anthropic könnte weitere 36 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur aufnehmen

Anthropic könnte weitere 36 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur aufnehmen

Anthropic, eines der führenden Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz, bereitet eine weitere massive Finanzierungsrunde zur Erweiterung seiner Rechenkapazitäten vor. Nach Angaben von Bloomberg hat die große Investmentgesellschaft Blackstone erste Gespräche über ein zweites Schuldenpaket in Höhe von 36 Milliarden Dollar zur Finanzierung von Google Tensor-Prozessoren aufgenommen. Die Vereinbarung zeigt, welches enorme Ausmaß die Kosten für die Entwicklung von KI-Technologien inzwischen erreicht haben. Ixbt.com berichtet .

Da sich die Gespräche noch in einer frühen Phase befinden, können sich der endgültige Umfang, die Struktur und die Zusammensetzung der Teilnehmer noch ändern. Das neue Finanzierungspaket dürfte jedoch eine logische Fortsetzung der vor etwa zwei Monaten angekündigten Vereinbarung über rund 35 Milliarden Dollar sein. Im Rahmen des früheren Deals wurden die Mittel für die langfristige Anmietung von Google-Recheninfrastruktur in fünf großen Rechenzentren von Anthropic verwendet.

KI als Infrastruktur finanziert

Laut der Financial Times wurde der frühere Vertrag über eine Zweckgesellschaft (SPV) abgewickelt. Diese Struktur kaufte auf Google TPU basierende Rechentechnik mit einer Leistung von etwa 1 gigavatt, während Anthropic sie langfristig mietete. Dieser Ansatz bewahrt den Softwareentwickler davor, teure Geräte sofort kaufen zu müssen, und ermöglicht es, KI-Infrastruktur ähnlich wie ein großes Energieprojekt zu finanzieren.

Experten zufolge entwickelt sich dieses Modell zu einem völlig neuen Finanzmechanismus für den Hightech-Markt. Die enormen Rechenkapazitäten, die zum Trainieren und Betreiben von KI-Modellen erforderlich sind, werden inzwischen ähnlich wie große Kraftwerke über langfristige Schuldtitel und eine spezielle Anlageklasse finanziert.

Aussichten für die geplante Vereinbarung

Derzeit besprechen die Parteien lediglich erste Fragen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass ein endgültiger Vertrag unterzeichnet oder neue Chips bestellt wurden. Vertreter von Blackstone, Anthropic, Google und Apollo lehnten es ebenfalls ab, Bloomberg zu den gemeldeten Finanzplänen Stellung zu nehmen.

Sollte die neue Vereinbarung über 36 Milliarden Dollar erfolgreich abgeschlossen werden, würde sie zu den größten Infrastrukturdeals in der Geschichte der KI-Branche gehören. Der Vertrag könnte maßgeblich bestimmen, in welche Richtung sich die Bereitstellung und Finanzierung von Rechenkapazitäten auf dem Markt künftig entwickeln.

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