Entwickler leitete Wasser direkt über eine GeForce RTX 2060 GPU

Entwickler leitete Wasser direkt über eine GeForce RTX 2060 GPU

Laut ixbt.com führte ein Technikenthusiast namens TrashBench ein äußerst riskantes und ungewöhnliches Experiment mit einer GeForce RTX 2060 Grafikkarte durch. Er verzichtete auf den Standardkühler und einen herkömmlichen Wasserblock und leitete die Kühlflüssigkeit direkt auf die Oberfläche des laufenden GPU-Dies, wodurch er die Temperatur drastisch senken konnte. Ixbt.com berichtet darüber.

Das Experiment wurde in mehreren Phasen durchgeführt. Zunächst testete der Modder die Idee auf einer defekten RTX 3060-Platine. Um den freiliegenden Die wurde ein speziell im 3D-Drucker hergestellter Kunststoffblock montiert, während die Unterseite sorgfältig mit Epoxidkleber abgedichtet wurde.

In den ersten Phasen wies die Konstruktion Lecks auf, weshalb die Dichtmasse mehrmals überarbeitet werden musste, um das Problem der Dichtigkeit zu lösen. Nach erfolgreichen Tests wurde eine ähnliche Konstruktion auch an einer GeForce GTX 980 ausprobiert.

Ergebnisse und Effizienz des Experiments

Die Haupt- und Abschlusstests wurden mit einer vollständig funktionsfähigen GeForce RTX 2060 Grafikkarte durchgeführt. Dadurch ließ sich die neue Methode mit herkömmlichen Lösungen vergleichen. Im Unigine-Heaven-Benchmark erhitzte sich die mit ihrem werkseitigen Standardkühler ausgestattete Grafikkarte auf etwa 70 Grad.

Anschließend wurde ein herkömmliches Flüssigkeitskühlsystem mit einem 360-Millimeter-Radiator installiert, wodurch die Temperatur auf 36 Grad sank. Danach wurden der Radiator und der gewöhnliche Wasserblock vollständig entfernt. Die Pumpe leitete das Wasser nun direkt aus dem Behälter auf die Oberfläche der laufenden GPU.

Dadurch sank die Kerntemperatur auf 28 Grad, während die Hotspot-Temperatur lediglich 41 Grad erreichte. Der direkte Kontakt zwischen Flüssigkeit und Die erwies sich damit bei der Kerntemperatur als etwa 42 Grad effektiver als die Standardkühlung und als 8 Grad effektiver als das System mit 360-Millimeter-Radiator.

Tests an anderen Geräten und Risiken

TrashBench wiederholte ein ähnliches Experiment auch mit einem Intel Core i5-7600K Prozessor. Die direkte Wasserzufuhr zum Prozessor konnte ein herkömmliches Flüssigkeitskühlsystem jedoch nicht übertreffen. Dies zeigte, dass die Wirksamkeit der Methode vom jeweiligen Chip und der verwendeten Konstruktion abhängt.

Experten betonen, dass ein solches System für normale Nutzer völlig ungeeignet ist. Da die Flüssigkeit den Die, das Substrat, den Speicher und andere Komponenten direkt berührt, könnte bereits die kleinste Fehlfunktion oder ein Leck die Grafikkarte und das gesamte System sofort zerstören.

Dennoch zeigte das Experiment deutlich, wo die Grenzen der Flüssigkeitskühlung liegen. Es wurde bewiesen, dass Energie umso effizienter aus dem Silizium-Die abgeführt werden kann, je näher sich die Flüssigkeit an der Wärmequelle befindet.

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