„Streunendes“ Wildschwein legt Metroverkehr im Zentrum von Budapest lahm

„Streunendes“ Wildschwein legt Metroverkehr im Zentrum von Budapest lahm

Im Zentrum von Budapest, der Hauptstadt Ungarns, ereignete sich ein unerwarteter und außergewöhnlicher Vorfall. Ein Wildschwein, das durch die Straßen der Stadt streifte, gelangte in eine Metrostation. Daraufhin wurden die Fahrgäste umgehend evakuiert und der Zugverkehr vorübergehend eingestellt.

Das Budapester Verkehrsunternehmen BKV veröffentlichte dazu eine offizielle Mitteilung.

„Unerwarteter Fahrgast“ steigt in einen Waggon – schnelle Evakuierung

Nach Angaben von Vertretern des Verkehrsunternehmens tauchte das Wildtier plötzlich an der Metrostation Lajos-Kossuth-Platz auf:

„Das Tier gelangte kurzzeitig in einen der Waggons. Glücklicherweise wurde kein Fahrgast verletzt. Anschließend verließ es den Waggon, stieg über eine Diensttreppe nach unten und versteckte sich unter einem an der Station stehenden Zug. BKV-Mitarbeiter evakuierten sofort alle Menschen aus der Station und sperrten den Bereich ab. Alle Fahrgäste verließen die Station sicher.“— hieß es in der BKV-Mitteilung.

Aufgrund des Notfalls wurde der Metroverkehr auf der Linie M2 vorübergehend eingeschränkt. Für die Fahrgäste wurden Ersatzbusse eingesetzt.

Reaktion des Budapester Bürgermeisters und Entscheidung des Tierarztes

Die Einsatzkräfte, die am Ort des Geschehens eintrafen, konnten das Wildschwein einfangen. Bei der Untersuchung wurde jedoch festgestellt, dass das Tier schwer verletzt war. Der hinzugezogene Tierarzt bewertete die Situation und entschied, es zu erschießen und einzuschläfern um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten und dem Tier weiteres Leiden zu ersparen.

Attila Feldvari, Pressesprecher der Ungarischen Nationalen Jagdkammer, erklärte, Wildschweine könnten an dicht besiedelten Orten eine ernsthafte Gefahr für Menschen darstellen. Deshalb sei diese Methode in solchen Situationen die sicherste Möglichkeit, die Tiere unschädlich zu machen.

Der Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony äußerte sich ebenfalls auf seiner Facebook-Seite zu dem ungewöhnlichen Vorfall:

„Ich hätte nie gedacht, dass ich über einen solchen Vorfall schreiben müsste. Wie das Wildschwein in eine zentrale Metrostation wie den Lajos-Kossuth-Platz gelangen konnte, bleibt vorerst ein Rätsel.“— schrieb der Bürgermeister.

Derzeit wird untersucht, wo das Tier verletzt wurde und wie es zur Metrostation im Stadtzentrum gelangte.

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