Japan Erweitert Sein Nationales Navigationssystem Um Einen Weiteren Satelliten

Japan Erweitert Sein Nationales Navigationssystem Um Einen Weiteren Satelliten

Japan hat einen wichtigen Schritt beim Ausbau seines nationalen satellitengestützten Positionsbestimmungssystems, des QZSS-Netzes, gemacht. Das Land brachte mit einer Schwerlastrakete des Typs H3 erfolgreich einen weiteren Raumflugkörper vom Weltraumbahnhof Tanegashima in die Umlaufbahn. Wie ixbt.com berichtet, erhöhte sich die Zahl der Michibiki-Satelliten durch diese erfolgreiche Mission auf sechs. Ixbt.com berichtet dies.

Der Raumflugkörper trägt den Namen Michibiki 7, was aus dem Japanischen übersetzt „Wegweiser“ bedeutet. Nach Angaben der japanischen Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (JAXA) wurde der fünfte Raumflugkörper des Programms im Februar dieses Jahres gestartet. Der Start von Michibiki 5 im Dezember vergangenen Jahres endete jedoch mit einem Fehlschlag, woraufhin sich die Fachleute intensiv auf die nächsten Missionen vorbereiteten.

Zusammenarbeit Mit Dem Globalen GPS-System

Japans nationales Positionsbestimmungssystem ist vollständig mit dem US-amerikanischen GPS-Netz kompatibel. Die Michibiki-Raumflugkörper ergänzen die grundlegenden GPS-Signale und erhöhen deren Genauigkeit erheblich. Derzeit beträgt der Fehler bei der Bestimmung der Koordinaten von Objekten in GPS-Netzen etwa 10 Meter, während japanische Satelliten diesen Wert deutlich verringern können. Das System kann den Standort von Objekten auf der Erde offenbar mit einem Fehler von nur 6 Zentimetern bestimmen.

Dennoch muss noch viel getan werden, bevor das Netz vollständig und unabhängig arbeiten kann. Fachleute erklären, dass für einen stabilen Betrieb des QZSS-Systems mindestens sieben aktive Satelliten in der Umlaufbahn erforderlich sind. Die derzeit sechs Raumflugkörper schaffen die Grundlage für eine weitere Erweiterung und Erprobung der Systemfunktionen.

Zukünftige Pläne Und Unabhängigkeit

Die Regierung und die Raumfahrtagentur wollen die Abhängigkeit des Landes in diesem Bereich künftig verringern. Nach den Plänen soll die Gesamtzahl der Michibiki-Satelliten bis Mitte der 2030er-Jahre auf 11 steigen. Dadurch wird Japans Abhängigkeit von ausländischen Navigationssystemen deutlich sinken und das Land ein eigenes hochpräzises, souveränes satellitengestütztes Navigationsnetz erhalten.

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