NASA bittet Wissenschaftler um Hilfe für langfristige Missionen auf dem Mond

NASA, die US-amerikanische National Aeronautics and Space Administration, hat über ihr Human Research Program (HRP) einen wichtigen Aufruf an die wissenschaftliche Gemeinschaft gerichtet. Die Behörde bittet um Vorschläge, mit denen sich die Risiken für den menschlichen Körper bei langfristigen Expeditionen zu künftigen Mondbasen und sogar auf dem Weg zum Mars frühzeitig erkennen und untersuchen lassen. Diese Initiative ist bereits zu einer der wichtigsten biomedizinischen Herausforderungen beim Eintritt der Menschheit in eine neue Phase der Raumfahrtgeschichte geworden. Wie ixbt.com berichtet .
Laut ixbt.com verabschiedet sich NASA von kurzfristigen Mondbesuchen und verfolgt nun das Szenario, dort eine dauerhafte Basis zu errichten und langfristig zu bleiben. Das Hauptproblem besteht jedoch darin, dass der Menschheit derzeit nur äußerst begrenzte Daten über die Auswirkungen der Mondumgebung auf den menschlichen Körper vorliegen. Zwar wurden auf der Internationalen Raumstation (ISS) und anderen Stationen Langzeitflüge von bis zu 437 Tagen untersucht, doch alle Astronauten zusammen verbrachten auf der Mondoberfläche bislang nur rund 80 Stunden.
Die besonderen Risiken der Mondumgebung
Experten betonen, dass sich die Bedingungen auf dem Mond nicht direkt anhand der Erfahrungen auf der ISS nachbilden lassen. Astronauten werden dort völlig anderen Faktoren ausgesetzt sein, darunter geringer Schwerkraft und erhöhter Strahlung. Michael Stenger, wissenschaftlicher Chefberater des HRP, weist darauf hin, dass Forschungen in einer dauerhaften Mondbasis zeigen können, wie sich der menschliche Körper über lange Zeit an die Teilgravitation anpasst. Außerdem könnte künftig ein spezielles biomedizinisches Labor auf der Mondoberfläche eingerichtet werden.NASA-Fachleute wollen eingehend untersuchen, wie sich ein langfristiger Aufenthalt auf die körperliche und psychische Gesundheit auswirkt. Im Mittelpunkt steht außerdem die Frage, wie effektiv eine medizinische Fernversorgung für Astronauten organisiert werden kann und welche Trainingssysteme erforderlich sind. Sollte ein ernstes Gesundheitsproblem auftreten, sind diese Fragen besonders kritisch, da es nicht möglich wäre, die Besatzung von der Mondoberfläche aus sofort zur Erde zurückzubringen.
Die derzeit gesammelten wissenschaftlichen Fragen und Vorschläge sollen die Richtung künftiger Forschung bestimmen. Obwohl die auf der ISS gewonnenen Erfahrungen eine solide Grundlage bilden, unterscheiden sich die Bedingungen auf dem Mond in ihrem Maßstab und ihren Umweltparametern grundlegend. Mit diesen Bemühungen will NASA alle medizinischen Risiken künftiger Mondexpeditionen minimieren und die Grundlage für den langfristigen Aufenthalt der Menschheit im All schaffen.

















Kommentare 0
…