Riesiger Krater auf der Mondoberfläche entstanden

Riesiger Krater auf der Mondoberfläche entstanden

NASA-Experten haben den größten neuen Krater identifiziert, der in den letzten Jahren auf dem Mond entstanden ist. Diese riesige Vertiefung mit einem Durchmesser von etwa 222 Metern entstand im Frühjahr 2024 durch den Einschlag eines großen Weltraumobjekts von der Größe eines sechsstöckigen Hauses. Das nach dem Mondforscher Tom McGetchin benannte Objekt ist eine der bedeutendsten Entdeckungen in der Geschichte der Mondforschung. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Laut ixbt.com hat niemand den Moment des Einschlags direkt beobachtet. Die neue Anomalie wurde zufällig durch Bilder des Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) entdeckt, der seit über 17 Jahren den Mond erforscht, und zwar im Oktober letzten Jahres. Der Bildverarbeitungsspezialist Robert Wagner bemerkte bei der Qualitätsprüfung routinemäßiger Daten einen ungewöhnlichen hellen Fleck mit einem dunklen Ring auf der globalen Karte.

Zeitpunkt und Ausmaß des Einschlags

Durch den Vergleich von Bildern aus verschiedenen Jahren stellten Wissenschaftler fest, dass der Einschlag zwischen dem 11. April und dem 22. Mai 2024 stattfand. Das große Weltraumobjekt schlug auf der östlichen Seite der sichtbaren Mondoberfläche ein. Der entstandene "McGetchin"-Krater erreicht eine Tiefe von fast 43 Metern. Das Objekt wurde zu Ehren des bekannten Mondforschers Tom McGetchin benannt.

Experten schätzen, dass Einschläge dieser Größenordnung auf dem Mond nur etwa einmal in hundert Jahren oder noch seltener vorkommen. Der Hauptgrund für die hohe Verwundbarkeit der Mondoberfläche ist das praktische Fehlen einer Atmosphäre. Auf der Erde verlangsamen sich kleine Weltraumobjekte beim Eintritt in die Atmosphäre, zerbrechen und verglühen oft. Auf dem Mond gibt es kaum etwas, das sie daran hindert, die Oberfläche zu erreichen.

Wissenschaftliche Bedeutung und zukünftige Missionen

Seit Beginn der LRO-Mission haben Forscher mindestens tausend neue Einschlagskrater und andere Veränderungen durch den Einschlag von Weltraumobjekten identifiziert. "McGetchin" übertrifft jedoch die meisten davon deutlich in seiner Größe. Mit dem auf dem LRO installierten Wärmemessgerät Diviner erhielten die Wissenschaftler zusätzliche Daten und entdeckten ein riesiges Gebiet mit einem Durchmesser von 6,4 Kilometern um den Krater.

Es stellte sich heraus, dass dieses Gebiet nachts etwa 9 Grad kälter ist als die Umgebung. Da der starke Einschlag das Mondregolith über eine beträchtliche Entfernung aufgelockert hat, speichert der lockere Boden die tagsüber aufgenommene Wärme schlechter und kühlt nach Sonnenuntergang schneller ab. Solche Entdeckungen könnten für zukünftige Mondmissionen von praktischer Bedeutung sein, insbesondere im Hinblick auf die Bodenhaftung von Rover-Rädern.

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