Milliarden Android-Geräte weltweit ohne Sicherheitsupdates

Fast die Hälfte aller weltweit aktiv genutzten Android-Geräte läuft mit Betriebssystemversionen, die keine regelmäßigen Sicherheitspatches von Google mehr erhalten. Laut Analysen von Cybernews betrifft dies potenziell über 1,5 Milliarden Smartphones und andere Gadgets, was ernsthafte Bedenken hinsichtlich der digitalen Sicherheit aufwirft. Dies berichtet Ixbt.com berichtet.
Laut Daten von StatCounter vom August 2026 machen Android 14 und neuere Versionen etwa 56,7 % aller aktiven Geräte auf dem Markt aus. Gleichzeitig hält Android 13 einen Anteil von 14,75 %, Android 12 von 10,07 % und Android 11 von 8,31 %, während der Rest auf noch ältere Versionen entfällt.
Globaler Umfang und Veralterungsprozess
Die Schätzung von 1,5 Milliarden Geräten basiert auf Daten Dritter, die von 3,9 Milliarden aktiven Android-Geräten weltweit ausgehen. Selbst unter Berücksichtigung von Googles eigener konservativer Schätzung von über 3 Milliarden aktiven Geräten könnte die Zahl der Smartphones mit veralteten Versionen 1,3 Milliarden erreichen.Im Frühjahr 2026 verließ Android 13 praktisch den primären System-Update-Zyklus. Ab April veröffentlichte Google regelmäßige Korrekturen nur noch für Android 14, 15 und 16, und bis September wurde diese Liste um Android 17 ergänzt. Infolgedessen befinden sich die Geräte von Millionen Nutzern außerhalb des offiziellen Supports.
Sicherheitslücken und Schutzstufen
Natürlich gehen Smartphones mit Android 13 oder älter nicht sofort kaputt oder werden unmittelbar gefährlich. Das Problem summiert sich jedoch schrittweise: Wenn neue Schwachstellen entdeckt werden, werden einige auf Betriebssystemebene nicht mehr behoben, was die Sicherheit ernsthaft gefährden kann.In aktuellen Android-Sicherheitsbulletins werden regelmäßig kritische Schwachstellen identifiziert, die unter bestimmten Bedingungen eine Rechteausweitung oder die Ausführung von Remote-Code ermöglichen. Einige dieser Angriffe erfordern möglicherweise nicht einmal eine aktive Benutzerinteraktion. Dennoch sind veraltete Smartphones nicht völlig schutzlos.
Zusätzliche Schutzmechanismen
Über Project Mainline kann Google bestimmte Systemkomponenten – wie Netzwerk-, Multimedia- und kryptografische Module – über Google Play-Dienste aktualisieren. Dieser Mechanismus kann jedoch keine vollständigen Sicherheitspatches ersetzen und keine Schwachstellen im OS-Kernel, in Treibern oder in der Hersteller-Firmware beheben.Zudem hilft Google Play Protect dabei, Apps zu scannen und einige Schadprogramme zu identifizieren, kann jedoch keine systemischen Schwachstellen im Betriebssystem selbst beheben. Experten betonen daher, wie wichtig es ist, die Gerätesoftware rechtzeitig zu aktualisieren, um die Sicherheit zu gewährleisten.

















Kommentare 0
…