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Kirgisischer Präsident erlässt Dekret zur Begnadigung von Farid Niyazov

In der politischen Landschaft des benachbarten Kirgisistan hat sich ein wichtiges Ereignis vollzogen, das lange erwartet wurde und im Fokus der Öffentlichkeit stand. Staatspräsident Sadyr Japarov hat im Geiste der Menschlichkeit und Toleranz ein offizielles Dekret zur vorzeitigen Begnadigung von Farid Niyazov, dem ehemaligen Leiter der Präsidialverwaltung, unterzeichnet.

Diese Nachricht sorgt nicht nur im Nachbarland, sondern in den politischen Kreisen ganz Zentralasiens für großes Interesse und positive Resonanz. Bleiben Sie bei uns, während wir Ihnen das Schicksal dieses Politikers, der einst höchste Staatsämter bekleidete, sowie die Hintergründe der Anklagen und die spektakulären Ereignisse um den ehemaligen kirgisischen Präsidenten Almazbek Atambayev näherbringen.

Ein Blick in die Geschichte: Vom Leiter des Staatsapparats hinter Gitter

Farid Niyazov war seinerzeit eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der kirgisischen Politik. Von 2011 bis 2017, während der Amtszeit von Almazbek Atambayev, war er als Leiter der Präsidialverwaltung maßgeblich an wichtigen staatlichen Entscheidungen beteiligt.

Doch spätere politische Stürme veränderten sein Schicksal grundlegend:

  • Zusammenstoß der Verbündeten: Im September 2021 wurde Farid Niyazov zusammen mit dem ehemaligen Präsidenten Almazbek Atambayev, dessen persönlichem Leibwächter Kanat Sagymbayev sowie dem ehemaligen stellvertretenden Innenminister Kursan Asanov wegen schwerer Verbrechen angeklagt.

  • Anklage und Urteil: Ihnen wurde der Versuch der gewaltsamen Machtübernahme und die Organisation von Massenunruhen vorgeworfen. Laut Gerichtsbeschluss wurde Niyazov zu 7 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt.

Die Oktober-Ereignisse und das „besondere“ Schicksal von Atambayev

Die Wurzeln dieser politischen Strafverfahren reichen bis in den Herbst 2020 zurück. Im Oktober jenes Jahres kam es in Bischkek zu massiven Protesten gegen die Ergebnisse der Parlamentswahlen. Auf Druck der Demonstranten wurde der ehemalige Präsident Almazbek Atambayev, der seit 2019 in Untersuchungshaft saß, am 6. Oktober freigelassen. Doch kurz darauf änderte sich die politische Lage und er wurde erneut inhaftiert.

Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass die Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten Almazbek Atambayev zu einem echten politischen Krimi wurden:

Jahre

Gerichtsverfahren und Haftstrafen

2020

Atambayev wurde wegen verschiedener Anklagepunkte zu 11 Jahren Haft verurteilt.

2023

Drei Jahre später wurde dieses Urteil überraschend aufgehoben und das ehemalige Staatsoberhaupt reiste unter dem Vorwand einer medizinischen Behandlung nach Spanien.

2025

Die Lage spitzte sich erneut zu: Er wurde in Abwesenheit zu weiteren 11,5 Jahren Haft wegen Korruption und Organisation von Massenunruhen verurteilt.

Wie dem auch sei, die Begnadigung von Farid Niyazov durch den amtierenden Präsidenten Sadyr Japarov dürfte das politische Klima im Nachbarland deutlich entspannen und zur Stärkung des nationalen Zusammenhalts beitragen.

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