Einzigartiger Fund in Kanada versetzt Wissenschaftler in Staunen

Geologen haben in der Kidd-Creek-Mine in der kanadischen Provinz Ontario Wasser entdeckt, das etwa zwei Milliarden Jahre lang in der Erdkruste von der Außenwelt isoliert war. Dies berichtete das Magazin „Space Daily“ unter Berufung auf eine Studie der University of Toronto.
Die Wasserprobe wurde aus einer Tiefe von etwa drei Kilometern an die Oberfläche befördert. Analysen ergaben, dass dieses Wasser lange Zeit in alten Gesteinsschichten „gefangen“ war und keinerlei Kontakt zur Atmosphäre hatte.
Um das Alter des Wassers zu bestimmen, nutzten die Wissenschaftler die Zusammensetzung gelöster Edelgase wie Helium, Neon, Argon und Xenon. Da sich diese Elemente in einer geschlossenen Umgebung langsam ansammeln, konnte die Dauer der Isolation abgeschätzt werden.

Die Forscher merkten an, dass die Flüssigkeit extrem salzhaltig ist, wobei der Salzgehalt fast zehnmal höher ist als der von Meerwasser. Zudem besitzt sie einen deutlich bitteren Geschmack und einen stechenden Schwefelgeruch.
Besonders faszinierend für die Wissenschaftler war der Fund von Mikroorganismen in diesem urzeitlichen Wasser. Experten zufolge überlebten diese in völliger Dunkelheit durch chemische Reaktionen zwischen dem Wasser und den umgebenden Mineralien, ohne Sonnenlicht.
Die Forscher bezeichnen diesen Fund als eine einzigartige „Zeitkapsel“, die Informationen über die frühe Geschichte der Erde liefert. Diese Entdeckung könnte dazu beitragen, besser zu verstehen, wie Leben in den tiefen Schichten unseres Planeten entstand und wie Mikroorganismen über Milliarden von Jahren existieren konnten.

















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