Humanoiden Roboter unterrichtet erstmals an einer US-Schule

Der Salamanca City Central School District im US-Bundesstaat New York wird als eine der ersten Bildungseinrichtungen des Landes einen humanoiden Roboter in den Unterricht integrieren. Die Schulleitung teilte mit, dass der mit künstlicher Intelligenz ausgestattete „Sally“ genannte Roboter ab September 2026 als Lehrerassistent für Oberstufenschüler tätig sein wird.
Der 57.000 Dollar teure Roboter wird im Rahmen eines Pilotprojekts in Zusammenarbeit mit dem in Las Vegas ansässigen Unternehmen Realbotix Corporation an die Schule gebracht.
„Sally“ wird braunes Haar und eine Latex-Haut haben, was ihr ein menschenähnliches Aussehen verleiht. Sie kann ihre Arme und Finger bewegen, kann jedoch nicht selbstständig durch das Klassenzimmer laufen, da sie keine Beine hat.
Der Leiter des Schulbezirks, Dr. Mark Beehler, betonte, dass das Projekt zwar aufregend sei, aber auch eine gewisse Verantwortung mit sich bringe.
Er erklärte, dass jede Neuerung im Bildungsbereich zunächst für Diskussionen sorge. Früher gab es auch Gegner der Einführung von E-Mails oder dem Internet an Schulen. Nun werde künstliche Intelligenz zur nächsten Stufe des Bildungssystems, und diese Technologie werde bereits in vielen Schulen eingesetzt.
In der Anfangsphase wird „Sally“ nur mit Schülern der 11. und 12. Klasse der Salamanca High School arbeiten. Der Roboter wird Lehrer bei Kursen in Programmierung, Robotik und künstlicher Intelligenz unterstützen.
Um den Roboter für die Schüler zugänglicher zu machen, gab die Schulleitung bekannt, dass er mit einem für West-New York typischen Akzent ausgestattet wird. Die Verwaltung merkte scherzhaft an, dass sie diese Stimme für völlig natürlich und neutral halte.
„Sally“ wird in Fächern des Woz Ed Bildungsprogramms eingesetzt, das unter Beteiligung des Apple-Mitbegründers Steve Wozniak entwickelt wurde. Derzeit wird sie nur im Coding-, Robotik- und KI-Unterricht eingesetzt.
Die Schulleitung betonte ausdrücklich, dass der Roboter niemals Lehrer ersetzen werde.
„Der Realbotix-Bildungsroboter wird niemals Lehrer, Personal oder den direkten menschlichen Austausch ersetzen. Er dient lediglich als zusätzliches Lehrmittel für Pädagogen, um das Interesse der Schüler zu steigern und das Verständnis des Unterrichtsstoffs zu verbessern“, heißt es in einer offiziellen Erklärung.
Zudem arbeitet der Roboter mit einem geschlossenen, Offline-KI-System. Er gibt den Schülern keine fertigen Antworten, sondern regt durch verschiedene Fragen und Impulse zum eigenständigen Denken an und hilft ihnen, ihr Verständnis des Themas zu zeigen.
Die Schulleitung wies darauf hin, dass „Sally“ keine persönlichen Daten sammelt, keine Video- oder Audioaufnahmen macht und keine Informationen an Realbotix überträgt.
Zur Information: Das weiterentwickelte Modell F-Series des Unternehmens kostet 125.000 Dollar. Es kann selbstständig auf zwei Beinen stehen, benötigt für die Fortbewegung jedoch dennoch eine Plattform mit Rädern.

















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