Drohnenangriff auf Öltanker im Schwarzen Meer: Kasachstans Außenministerium gibt scharfe Erklärung ab

In der Nacht vom 19. auf den 20. Juli wurde am Marineterminal des Caspian Pipeline Consortium (CPC) im Schwarzen Meer ein NELSA Öltanker, der kasachisches Öl lud, von einer Drohne angegriffen. Der Angriff verursachte ein Feuer auf dem Schiff, das jedoch dank sofortiger Maßnahmen gelöscht werden konnte.
Zamin.uz präsentiert die Details des Vorfalls, den Zustand des Schiffes und die offizielle Reaktion Kasachstans.
1. Details zum Angriff: Was geschah mit dem Tanker NELSA?
Nach Angaben des CPC-Pressedienstes lud der Tanker NELSA Öl in der Nähe der VPU-1-Verankerung, als eine Drohne die Steuerbordseite des Hecks traf – zwischen dem Aufbau und dem Maschinen-Kessel-Raum.
Feuer und Löschung: Der Drohnentreffer verursachte ein Feuer auf dem Deck und in den Abteilungen des Tankers. Die Ladecrew und die CPC-Notdienste löschten das Feuer innerhalb weniger Stunden vollständig.
Folgen: Es wurden keine Verletzten oder Ölaustritte gemeldet. Der technische Zustand des Schiffes und das Ausmaß des Schadens werden derzeit bewertet.
Informationen zum Tanker: Die NELSA (IMO 9408205) wurde 2010 gebaut und war früher unter den Namen FRONT NJORD und FAST KATHY bekannt. Dieses Schiff wurde von Großbritannien (Dezember 2024), der Europäischen Union (Mai 2025), den USA, Kanada, der Schweiz, Australien und der Ukraine sanktioniert.
2. Serie von Angriffen am CPC-Terminal
In den letzten Tagen haben Drohnenangriffe auf Tanker, die kasachisches Öl transportieren, und auf die Umgebung des CPC-Terminals stark zugenommen:
18. Juli: Ein Drohnenangriff wurde auf den Tanker Nordic Zenith in der Nähe des CPC-Terminals verübt.
19. Juli: Drohnen trafen die Tanker ASIA und NISSOS IOS , die kasachisches Öl luden. Auf den Schiffen brachen Feuer aus, doch Ölaustritte konnten verhindert werden, und die Verladearbeiten wurden am selben Abend wieder aufgenommen.
Januar 2026: Drei Tanker, die auf dem Weg zum Marineterminal des Konsortiums im Schwarzen Meer waren, wurden angegriffen.
3. Kasachstans scharfe Reaktion: „Wir fordern Schadensersatz“
Das Außenministerium Kasachstans bewertete diese Angriffe als inakzeptable Aggression gegen die wirtschaftlichen Interessen des Landes.
Das Ministerium forderte einen sofortigen Stopp der Angriffe auf Schiffe und Infrastruktur, die für den Export von kasachischem Öl genutzt werden. Das offizielle Astana erklärte zudem, dass es den Schaden bewerte und sich das Recht vorbehalte, Schadensersatz im Rahmen des Völkerrechts zu fordern.
Chronik der letzten Angriffe am CPC-Terminal
Zeit / Datum | Angegriffene(r) Tanker | Folgen |
Januar 2026 | 3 Tanker | Schiffe auf dem Weg zum CPC-Terminal wurden getroffen |
18. Juli | Nordic Zenith | Drohnenangriff in der Nähe des CPC-Terminals |
19. Juli | ASIA, NISSOS IOS | Feuer ausgebrochen, kein Ölaustritt, Verladung kurzzeitig gestoppt und wieder aufgenommen |
19.–20. Juli | NELSA | Feuer auf Deck, keine Verletzten, technischer Schaden wird bewertet |
Zur Information: Das Caspian Pipeline Consortium (CPC) vereint Unternehmen aus Russland, den USA und Kasachstan. Es ist die wichtigste Exportroute für Öl aus den drei größten Feldern Kasachstans — Tengiz, Kaschagan und Karatschaganak auf den Weltmarkt.


















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