Daten von 15 Millionen Bürgern in Kasachstan angeblich im Darknet veröffentlicht

Daten von 15 Millionen Bürgern in Kasachstan angeblich im Darknet veröffentlicht

Am 12. August 2026 berichtete der Telegram-Kanal Mash aus Kasachstan über das Auftauchen einer Meldung, wonach die persönlichen Daten von 15 Millionen kasachischen Bürgern im Darknet zum Verkauf angeboten wurden.

Der Meldung zufolge entsprechen diese Daten fast drei Vierteln der Bevölkerung Kasachstans. Im Darknet behauptete ein unter dem Pseudonym shymzz13 tätiger Nutzer, die Datenbank durch einen Angriff auf das staatliche E-Government-System eGov erlangt zu haben.

Den Angaben zufolge enthält die 2,7 Gigabyte große Datei 47 Millionen Datenzeilen. Sie soll Passdaten, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Arbeitsstellen, Dokumentenkopien und Passwörter von Bürgern enthalten.

Der Verkäufer bewertete die Datenbank mit 0,5 Bitcoin, also etwa 32.000 US-Dollar.

Das kasachische Ministerium für digitale Entwicklung, Innovationen und Luft- und Raumfahrtindustrie erklärte jedoch, dass diese Angaben bislang nicht bestätigt seien. Das Ministerium teilte mit, die verbreiteten Daten gemeinsam mit den zuständigen Diensten technisch zu überprüfen. Insbesondere würden die in der Anzeige enthaltenen Beispiele analysiert, um ihre Herkunft zu ermitteln.

Vertreter des Ministeriums erklärten, dass derzeit keine Beweise dafür vorliegen, dass die eGov-Informationssysteme gehackt wurden oder dass die Datenbank direkt aus eGov stammt.

Die Behörde wies außerdem darauf hin, dass einige Angaben in der verbreiteten Meldung nicht der Struktur und dem Format der Daten im E-Government-System entsprechen. Insbesondere würden gescannte Passkopien im eGov-System nicht in der behaupteten Form gespeichert; digitale Dokumente lägen zudem in einem anderen Format vor.

Das Ministerium betonte, die Behauptung des Darknet-Nutzers, die Datenbank durch einen Angriff auf eGov erlangt zu haben, könne allein kein Beleg für einen Systemeinbruch sein.

Die technische Überprüfung dauert derzeit an. Nach Abschluss sollen weitere Informationen veröffentlicht werden.

Das Ministerium empfahl den Bürgern Kasachstans, die Regeln der digitalen Sicherheit einzuhalten. Sie wurden insbesondere aufgefordert, SMS-Codes, Passwörter und Daten elektronischer digitaler Signaturen nicht an Dritte weiterzugeben, keine verdächtigen Links zu öffnen und nicht bei verschiedenen Diensten dasselbe Passwort zu verwenden.

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