Schlag gegen illegalen Getreidehandel: Ukraine setzt 13 Schiffe und 28 Unternehmen auf die schwarze Liste

Die ukrainische Regierung hat neue Einschränkungsmaßnahmen gegen ein globales Logistiknetzwerk angekündigt, das landwirtschaftliche Erzeugnisse, insbesondere nationale Getreidereserven, illegal aus vorübergehend besetzten Gebieten abtransportiert und auf internationalen Märkten verkauft.
Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj Am 14. August unterzeichnete er ein offizielles Dekret zur Bestätigung des Beschlusses des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats über Sanktionen gegen Personen, Frachtschiffe und juristische Personen, die mit dieser illegalen Handelskette in Verbindung stehen.
Schiffe unter den Flaggen von 4 Ländern und russische Unternehmen
Das neue Sanktionspaket ist umfassend und richtet sich gegen folgende Akteure, die die Gerichtsbarkeiten verschiedener Länder nutzen:
13 Frachtschiffe: Darunter befinden sich 8 Schiffe unter russischer Flagge, 3 unter panamaischer Flagge sowie jeweils 1 Schiff unter der Flagge von Belize und St. Kitts und Nevis;
28 juristische Personen (Unternehmen): Organisationen, die die Logistik und den Handel mit illegal exportiertem Getreide finanzierten;
11 russische Staatsangehörige: Personen, die das System leiteten und die Schiffe steuerten.
„Auch Schiffskapitäne werden zur Verantwortung gezogen“
Der Sonderbeauftragte des Präsidenten der Ukraine für Sanktionspolitik Wladyslaw Wlasiuk erklärte, dass die offizielle Position Kiews unverändert strikt sei:
„Jeder Beteiligte, der am illegalen Abtransport ukrainischen Getreides aus vorübergehend besetzten Gebieten beteiligt ist, wird zur Verantwortung gezogen. Dies betrifft nicht nur Unternehmen und ihre wirtschaftlich Berechtigten, die den Transport oder Verkauf der Produkte organisiert haben, sondern unmittelbar auch die Kapitäne der Seeschiffe sowie die für diese Zwecke eingesetzten Schiffe selbst“.
Koordinierung mit internationalen Verbündeten
Nach Angaben des Büros des Präsidenten der Ukraine plant Kiew, seinen westlichen Verbündeten alle gesammelten Beweise und detaillierten Informationen vorzulegen, damit diese Beschränkungen auch in den Rechtsordnungen anderer Partnerstaaten vollständig umgesetzt werden.
Das wichtigste strategische Ziel besteht darin, vollständig zu verhindern, dass Weizen, Sonnenblumenkerne und andere Lebensmittel, die illegal aus von Russland kontrollierten Häfen abtransportiert werden, auf internationale Märkte gelangen.
Zur Erinnerung: Die Ukraine hatte bereits zuvor entschlossene Maßnahmen in diesem Bereich ergriffen. So wurden im November 2025 offizielle Sanktionen gegen 56 Schiffe verhängt, die illegal in besetzte Häfen eingelaufen waren oder diese verlassen hatten.
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