Technologie für künstlichen Regen wird in Zentralasien getestet

In Zentralasien werden neue Technologien gegen Wasserknappheit und Dürre getestet. Kasachstans Region Turkistan wird ein Pilotprojekt umgesetzt, das durch künstliche Beeinflussung von Wolken mehr Niederschlag erzeugen soll.
Kasachstan war im Mai 2026 das erste Land in Zentralasien, das diese Technologie praktisch einsetzte. Das am 17. Mai gestartete Projekt soll mehr als 911.000 Hektar Ackerflächen vor den Auswirkungen der Dürre schützen und die Wasserversorgung verbessern.
Bei dem Projekt arbeiten kasachische Fachleute mit dem Nationalen Meteorologiezentrum der Vereinigten Arabischen Emirate zusammen. Flugzeuge versprühen spezielle Reagenzien auf Salzbasis in geeignete Regenwolken. Die Technologie kann jedoch nicht jederzeit Regen erzeugen – dafür müssen zunächst natürlich entstandene Wolken vorhanden sein, die für Niederschlag geeignet sind.
Zu Beginn wurden im Rahmen des Projekts 11 Flüge durchgeführt; späteren Angaben zufolge stieg ihre Zahl auf 14. Die Ergebnisse werden anhand meteorologischer Beobachtungen und Satellitendaten bewertet.
Kasachstan erwartet bei den erhofften Ergebnissen einen wirtschaftlichen Nutzen von 35 Milliarden Tenge beziehungsweise rund 74 Millionen US-Dollar pro Jahr. Zu den wichtigsten Zielen gehören die Verringerung landwirtschaftlicher Verluste und die Verbesserung der Wasserversorgung.
Auch in Usbekistan wird ein Pilotprojekt zur Einführung der Technologie für künstlichen Niederschlag vorbereitet. In ersten Berechnungen wird geprüft, ob sich der Niederschlag im Vergleich zu den natürlichen Werten um bis zu 10–20 Prozent steigern lässt.
Am wissenschaftlichen Forschungsinstitut für Hydrometeorologie des Landes werden Untersuchungen zur Wolkenphysik und zur aktiven Beeinflussung der Atmosphäre durchgeführt.
Fachleute betonen, dass die künstliche Wolkenimpfung ein unterstützendes Mittel im Kampf gegen die Dürre sein kann. Ihre Wirksamkeit hängt jedoch direkt von den Wetterbedingungen und den Eigenschaften der Wolken ab. Daher ist eine wissenschaftliche Bewertung der langfristigen Ergebnisse dieser Technologie wichtig.

















Kommentare 0
…