Kuleba enthüllt, warum die Verhandlungen mit Moskau gescheitert sind

Die diplomatischen Hoffnungen auf mögliche Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine sind gescheitert. Der ehemalige ukrainische Außenminister Dmitri Kuleba gab eine Erklärung ab, die die internationale Gemeinschaft alarmierte: Das einzige Zeitfenster für einen Dialog sei vollständig geschlossen. Wer hat diese wichtige diplomatische Chance tatsächlich verpasst – und warum?
US-Wahlen und Putins geheime Pläne
Novini Live In einem Interview mit Novini Live betonte Dmitri Kuleba, dass innenpolitische Prozesse und wahlbedingte Sorgen in den USA daran gehindert hätten, Druck auf Russland auszuüben:
"Die bereits von unserem Präsidenten veröffentlichten Geheimdienstinformationen zeigen, dass Putin nach der Wahl eine verdeckte oder offene Mobilmachung plant ... Ihre Logik besteht einzig darin, zu gewinnen. Die Möglichkeit für Verhandlungen ist vor einem Monat zu Ende gegangen, und ich sehe nicht, wohin sich die Lage entwickelt", sagte Dmitri Kuleba.
Kuleba zufolge hat Washington den notwendigen diplomatischen Druck nicht rechtzeitig ausgeübt, weshalb die Lage nun eine völlig andere Richtung eingeschlagen hat.
Die Positionen der Parteien zu Verhandlungen und Mobilmachung
Thema | Ukrainische Seite (Kuleba / Selenskyj) | Russische Seite (Medwedew / Kreml) |
Friedensverhandlungen | Ist der Ansicht, dass die diplomatische Chance vor einem Monat vertan wurde | Der Dialog ist vor dem Hintergrund der Politik der USA und des Westens ins Stocken geraten |
Mobilmachung | Behauptet, der Geheimdienst habe Putins Plan für eine neue Mobilmachung festgestellt | Betont nachdrücklich, dass keinerlei Bedarf an einer Mobilmachung bestehe |
Militärstrategie | Selenskyj hat einen Plan angekündigt, Putin zum Beenden des Krieges zu zwingen | Auf dem Weg, die Armee ausschließlich mit Vertragssoldaten aufzufüllen |
Medwedews Zurückweisung und Selenskyjs „Zwangsplan“
Trotz Kulebas Behauptungen zur Mobilmachung erklärte Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrats, bei einer Sitzung zur Auffüllung der russischen Streitkräfte mit Vertragssoldaten entschieden, dass dafür keinerlei Bedarf bestehe:
"Ich betone noch einmal ausdrücklich: Es besteht keinerlei Bedarf an einer Mobilmachung, und sie ist nicht erforderlich!", sagte Dmitri Medwedew.
Unterdessen erinnerte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei seinem Auftritt auf dem Internationalen Forum der Ukraine erneut daran, dass er einen speziellen strategischen Plan habe, Wladimir Putin notfalls mit Gewalt zum Beenden des Krieges zu zwingen, falls die Diplomatie scheitere.
Glauben Sie, dass die Parteien bald an den Verhandlungstisch zurückkehren können, oder ist der Konflikt zu einer langfristigen, endlosen Konfrontation geworden?
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