Ende der Bank of America: Warum zahlen Weltbanken Millionen im Fall Epstein?

Ende der Bank of America: Warum zahlen Weltbanken Millionen im Fall Epstein?

Ein US-Bundesgericht in Manhattan hat offiziell eine weitere aufsehenerregende Entscheidung im Fall Jeffrey Epstein bestätigt. Richter Jed Rakoff hat einer 72,5-Millionen-Dollar-Einigung zwischen dem Finanzriesen Bank of America und den Opfern des verstorbenen, wegen sexuellen Missbrauchs angeklagten Finanzier zugestimmt.

In seiner Stellungnahme bezeichnete Richter Rakoff die Einigung als wichtigen Schritt in Richtung Gerechtigkeit und fügte hinzu: „Keine Geldsumme kann den immensen Schaden und das psychische Leid, das Epstein den Opfern zugefügt hat, vollständig wiedergutmachen“.

Entschädigung für 60 Frauen: Worum geht es in der Klage?

Nach Angaben der Anwälte der Opfer werden diese Gelder im Zeitraum von Juni 2008 bis Juli 2019 an etwa 60 Frauen verteilt, die Opfer von Menschenhandel und sexuellem Missbrauch durch Epstein und seine Komplizen wurden.

Die Sammelklage gegen die in Charlotte, North Carolina, ansässige Bank wurde im Oktober letzten Jahres eingereicht:

  • Wegsehen bei verdächtigen Transaktionen: Der Bank wurde vorgeworfen, Epsteins verdächtige Geldgeschäfte selbst nach den ersten offiziellen Anklagen wegen Verbrechen an minderjährigen Mädchen nicht gestoppt und ihm gegenüber „absolute Loyalität“ gezeigt zu haben;

  • Ergebnisse des Senatsausschusses: Laut Berichten des Finanzausschusses des US-Senats setzte die Bank of America die Zusammenarbeit mit Epstein fort, obwohl sie Berichte über über 170 Millionen Dollar an verdächtigen Geldtransfers zwischen dem Milliardär Leon Black und Epstein registriert hatte.

Globale Banken werden bestraft: Wer hat wie viel gezahlt?

Die Bank of America ist nicht das einzige Finanzinstitut, das im Epstein-Skandal zu hohen Geldstrafen und Entschädigungszahlungen gezwungen wurde. Zuvor hatten bereits andere internationale Giganten ähnliche Vereinbarungen unterzeichnet:

  • JPMorgan Chase — zahlte 290 Millionen Dollaran die Opfer;

  • Deutsche Bank — zahlte 75 Millionen Dollar an die Opfer.

Bemerkenswert ist, dass keine der Banken, die im Rahmen dieser Einigungen Hunderte Millionen Dollar gezahlt haben, offiziell ein Fehlverhalten eingeräumt hat.

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