Fast 800 Menschen durch kostenlose Regierungsmahlzeiten in Indonesien vergiftet

Fast 800 Menschen durch kostenlose Regierungsmahlzeiten in Indonesien vergiftet

Fast 800 Menschen in Indonesien sollen nach dem Verzehr von Mahlzeiten, die im Rahmen eines kostenlosen staatlichen Ernährungsprogramms verteilt wurden, eine Lebensmittelvergiftung erlitten haben, berichtet Reuters.

Berichten zufolge waren 512 Schüler in der Region Sidoarjo in Ost-Java, 49 Personen in der Stadt Nganjuk und 237 Personen in der Region Agam in West-Sumatra betroffen. Damit stieg die Gesamtzahl der Opfer bei den jüngsten Vorfällen auf 798.

Charles Honoris, Mitglied der parlamentarischen Kommission, erklärte, dass diese Vorfälle nicht als Einzelfälle betrachtet werden könnten. Er ist der Ansicht, dass die auftretenden Probleme mit systemischen Mängeln zusammenhängen.

Die Nationale Ernährungsbehörde, die das Programm beaufsichtigt, hat sich bisher nicht zur Stellungnahme des Abgeordneten geäußert. Die Kantine, die im Verdacht steht, für die Vergiftung in Sidoarjo verantwortlich zu sein, wurde für 30 Tage geschlossen. Der Vorfall wird derzeit untersucht.

Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Network for Education Watch waren bis zum 8. August etwa 37.600 Menschen von Massenvergiftungen im Zusammenhang mit dem kostenlosen staatlichen Ernährungsprogramm betroffen.

Beamte erklärten, dass Lebensmittelvergiftungen häufig auf unsachgemäße Lagerung und Verzögerungen bei der Lieferung der zubereiteten Mahlzeiten zurückzuführen seien.

Das 2025 vom indonesischen Präsidenten Prabowo Subianto gestartete Programm zielt darauf ab, Millionen von Kindern im Land mit kostenlosen Mahlzeiten zu versorgen und Unterernährung zu bekämpfen. Das Programm steht jedoch aufgrund von Massenvergiftungen, Korruptionsvorwürfen und hohen Kosten in der Kritik.

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