Ungewöhnliche Grabungsmeisterschaft in Ungarn ausgetragen

Ungewöhnliche Grabungsmeisterschaft in Ungarn ausgetragen

Auf einem ungarischen Friedhof fand ein internationaler Wettbewerb statt, der sich grundlegend von anderen unterscheidet. Dieser Grabungswettbewerb mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, doch am 5. September griffen 38 Teilnehmer zu Schaufel und Spaten,um ihr Können unter Beweis zu stellen. Dies berichtete AP News.

Der Wettbewerb wurde auf Initiative des ungarischen Verbandes für Friedhofspflege und -dienstleistungen organisiert. Das Hauptziel der Veranstaltung war es, die Besonderheiten des Totengräberberufs und die handwerklichen Fähigkeiten in diesem Bereich aufzuzeigensowie einen neuen Ansatz im Umgang mit dem Tod zu fördern.

Der Wettbewerb fand auf dem Friedhof von Nyergesújfalu im Norden Ungarns statt. Der trockene und harte Boden stellte eine ernsthafte Herausforderung für die Totengräber dar, die in 19 Teams antraten. Trotz des sonnigen und heißen Wetters gaben die Zweierteams ihr Bestes, um das Grab so schnell und ordentlich wie möglich gemäß den Vorgaben auszuheben.

Menschen graben mit Schaufeln auf einem erdigen Feld.

Am Ende des Wettbewerbs siegte das Duo Róbert Nád und sein Teamkollege László Kiss. Ein Vertreter des Siegerteams betonte, dass Geschwindigkeit das Hauptkriterium sei.

„Hier geht es nicht um Schönheit, sondern um Schnelligkeit“, sagte Róbert Nád.

Es wurde jedoch betont, dass beim Grabenausheben nicht nur Schnelligkeit, sondern auch Präzision und Qualität wichtig sind. Laut Nád ist es bei der Vorbereitung eines Grabes für eine Beerdigung erforderlich, die festgelegten Maße strikt einzuhalten und für ein ordentliches Erscheinungsbild zu sorgen.

„Wenn man ein Grab für eine Beerdigung aushebt, muss man sehr genau auf die Maße achten und sicherstellen, dass es gut aussieht“, fügte er hinzu.

Gemäß den Wettbewerbsregeln musste das Grab 1,6 Meter tief, 2 Meter lang und 0,8 Meter breit sein. Die Einhaltung dieser Maße bei gleichzeitig schnellstmöglicher Ausführung war eine der Hauptanforderungen.

Das Siegerteam schaffte es, das Grab in 1 Stunde und 21 Minuten auszuheben und erzielte damit das beste Ergebnis. Als Preis erhielten die Gewinner 200.000 ungarische Forint, also etwa 640 Dollar, die sie untereinander aufteilten.

Eine Gruppe von Männern gräbt auf einer offenen Fläche mit Schaufeln im Boden.

Während des Wettbewerbs wurde auch besonders auf die Sicherheit geachtet. Den Regeln zufolge durfte immer nur eine Person im Grab arbeiten. Das zweite Teammitglied war für das Abtragen der Erde, die Reinigung der Umgebung und die Ordnung am Arbeitsplatz zuständig.

Gleichzeitig durfte der zweite Teilnehmer das Grab nicht betreten. Diese Anforderung wurde festgelegt, um die Sicherheit der Teilnehmer während des Wettbewerbs zu gewährleisten.

So zeigte diese ungewöhnliche Meisterschaft in Ungarn, dass der Beruf des Totengräbers ebenfalls ein hohes Maß an Geschick, Präzision, körperlicher Fitness und Schnelligkeit erfordert.

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