Die Geschichte hinter dem Foto eines Kindes, dem das Essen gestohlen wurde

Ein 1998 im Sudan aufgenommenes Foto verdeutlichte die Tragödie der Hungersnot in ihrer ganzen Schwere. Dieses Bild wurde von dem bekannten Fotografen Tom Stoddart festgehalten.
Auf dem Foto ist ein Kind zu sehen, das lange in der Schlange stand, um eine sehr kleine Menge an Nahrungsmittelhilfe zu erhalten. Es war vor Hunger geschwächt und sein Körper war extrem abgemagert.
Der Fotograf berichtet, dass das Kind mit einem Beutel Mais in der Hand über den Boden kroch. In diesem Moment ging eine Person an ihm vorbei, nahm den Beutel an sich und entfernte sich schnell.
Stoddart hielt den Blick des Kindes in diesem Moment mit seiner Kamera fest. Das Kind starrte der Person hinterher, die ihm sein Essen weggenommen hatte. Diese Szene zeigt, unter welchen Bedingungen die einfachen Menschen im Sudan damals lebten.
Zu dieser Zeit herrschte im Sudan ein Bürgerkrieg. Der Krieg zwischen der islamischen Regierung und der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee hatte das Land in eine schwere Lage gebracht.
Die Versorgung der Gebiete mit knappem Wasser und Nahrungsmitteln wurde immer schwieriger. Aufgrund des Krieges wurden humanitäre Hilfswege blockiert, was die Hungersnot weiter verschärfte.
Schätzungen zufolge starben in der ersten Hälfte des Jahres 1998 im Sudan mehr als 100.000 Menschen.


















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