In the Weights: Neuer Service prüft Ihre Präsenz im KI-Gedächtnis

Heutzutage ist die Gewohnheit, den eigenen Namen bei Google zu suchen (Vanity Search), zur Normalität geworden, doch mit der technologischen Entwicklung ändern sich die Informationsquellen. Das Projekt In the Weights, entwickelt von den ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern Thomas Dimson und Joey Flynn, hat einen neuen Schritt in diese Richtung eingeleitet. Dieser Service ermittelt, wie tief eine Person nicht nur im Internet, sondern in den internen Parametern großer Sprachmodelle (LLM), den sogenannten „Weights“ (Gewichten), verankert ist. Techcrunch.com berichtet darüber.
Der Projektname basiert auf dem Konzept der „Weights“ (Gewichte), also digitalen Indikatoren, die während des Trainingsprozess eines AI-Modells entstehen. Die In the Weights Website misst, wie gut ein Modell eine bestimmte Person über sein eigenes „Gedächtnis“ erinnern kann, ohne auf externe Suchmaschinen zurückzugreifen. Laut den Schöpfern bedeutet die Präsenz in den AI-Weights, dass die eigene Existenz im Prozess der Erschaffung einer ultra-intelligenten Technologie als wichtig erachtet wurde.
Was weiß die KI über Sie?
Das Funktionsprinzip des Service ist sehr interessant: Er fragt gleichzeitig Dutzende populärer Modelle wie Grok, Gemini, mehrere Versionen von GPT, Claude und Llama mit der Frage „Wer ist diese Person?“ ab. Laut TechCrunch analysiert das System die Antworten, gruppiert ähnliche Beschreibungen und vergibt einen finalen „Strength Score“. Beispielsweise belegen derzeit Prominente wie Macaulay Culkin und der Opernsänger Luciano Pavarotti die höchsten Plätze im Ranking.Thomas Dimson betont, dass die Google-Suche nach sich selbst bis 2026 an Bedeutung verlieren wird, da der Haupttraffic und Informationsfluss zu Sprachmodellen übergeht. „Das Leben vieler Menschen ist in den Dezimalzahlen im Gehirn der KI kodiert“, sagt er. Dieses Projekt fungiert als eine Art Spiegel, der zeigt, ob die Menschheit eine digitale „Unsterblichkeit“ erreicht hat oder nicht.
Das System zeigt nicht nur positive Ergebnisse, sondern auch die für KI typischen „Halluzinationen“. In einigen Fällen können Modelle Personen mit demselben Namen verwechseln oder nicht existierende Fakten erfinden. Dennoch wecken das Nintendo-artige Retro-Design und die Vergleichsmöglichkeit großes Interesse bei den Nutzern.
Kritiker, insbesondere Experten wie Anthony Mozer, betrachten das Projekt skeptisch und behaupten, es sei gleichbedeutend damit, einfach 13 Chatbots nach sich selbst zu fragen. Da die KI jedoch zu einem globalen Informationszentrum wird, bleibt es für viele ein spannendes Experiment zu wissen, welchen Platz man in ihrem „Gedächtnis“ einnimmt.


















Kommentare 0
…