LastPass-Nutzer erneut gefährdet: Datenleck bei Klue-System führt zu Datendiebstahl

LastPass-Nutzer erneut gefährdet: Datenleck bei Klue-System führt zu Datendiebstahl

LastPass, einer der weltweit beliebtesten Passwort-Manager, hat einen weiteren Cyberangriff bekannt gegeben. Dieses Mal gelang es Hackern, in die Systeme des Technologiepartners Klue, einem Marktforschungsunternehmen, einzudringen. Infolgedessen gelangten personenbezogene Daten von LastPass-Nutzern und Korrespondenzen mit dem Kundensupport in die Hände von Kriminellen. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet es.

Laut TechCrunch hat LastPass damit begonnen, seine Nutzer per E-Mail über diesen Vorfall zu informieren. Das Unternehmen betonte in einer Erklärung, dass die Sicherheitslücke nicht direkt in der LastPass-Infrastruktur auftrat, Hacker jedoch eine Schwachstelle im System des Partnerunternehmens ausnutzten, um eine große Menge an Kundendaten zu entwenden. Klue hatte bereits letzte Woche zugegeben, dass ein Angriff auf seine Systeme erfolgt war.

Bekannt wurde, dass der gestohlene Datensatz Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und physische Adressen der Nutzer enthält. Zudem gelangten Vertriebsoperationen und Anfragen an den Kundensupport in die Hände der Hacker. Solche Anfragen enthalten oft sensible Informationen, wie etwa Abrechnungsprobleme oder Hilfe beim Kontozugriff.

Sicherheitsmaßnahmen und Bedenken

Vertreter von LastPass versuchen die Nutzer zu beruhigen und erklären, dass die Kerninfrastruktur des Unternehmens und vor allem die Passwort-Tresore (vaults) der Kunden unberührt geblieben sind. Dennoch wachsen die Sorgen, da die Support-Korrespondenz teilweise Identitätsnachweise oder Teile vertraulicher Informationen enthalten kann. Bisher wurden keine genauen Zahlen darüber genannt, wie viele Nutzer von diesem Vorfall betroffen sind.

Es ist anzumerken, dass diese Sicherheitslücke im Klue-System nicht nur LastPass betraf. Auch große Cybersecurity-Unternehmen wie HackerOne, Recorded Future und Tanium meldeten Datenlecks aufgrund dieses Vorfalls. Dies beweist erneut, wie wichtig die Sicherheit von Partnerunternehmen im modernen IT-Ökosystem ist.

Dies ist nicht das erste Scheitern für LastPass. Im Jahr 2022 ereignete sich der größte Datendiebstahl in der Geschichte des Unternehmens. Damals gelang es Hackern, alle Passwort-Tresore der Kunden herunterzuladen. Obwohl diese Tresore verschlüsselt waren, wurden die Daten von Nutzern mit schwachen Master-Passwörtern später geknackt, was zu mehreren großen Kryptowährungsdiebstählen führte.

Derzeit nutzen weltweit mehr als 33 Millionen Nutzer und fast 1,6 Millionen zahlende Kunden die LastPass-Plattform. Angesichts der Popularität des Dienstes empfehlen Experten allen Nutzern, die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) in ihren Konten zu aktivieren und vorsichtig bei verdächtigen E-Mails zu sein.

Zamin.uz zu Google hinzufügenLesen Sie «Zamin» auf Telegram!
Discuss with Zamin AIAnalyze the news, get useful answers

Kommentare 0

Ähnliche Nachrichten