NVIDIA-Chips werden auf Chinas Schwarzmarkt zum doppelten Preis verkauft

NVIDIA-Chips werden auf Chinas Schwarzmarkt zum doppelten Preis verkauft

Trotz der strengen Exportbeschränkungen der USA erwerben chinesische Technologiegiganten weiterhin illegal NVIDIA-Chips, um Systeme für künstliche Intelligenz (AI) zu entwickeln. Laut Financial Times haben die Preise für mit NVIDIA-Chips ausgestattete Server auf Chinas Schattenmärkten das Doppelte der offiziellen US-Preise erreicht. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten berichtet.

Insbesondere Server, die auf der neuesten B300-Architektur von NVIDIA basieren, werden über illegale Kanäle auf etwa 7 Millionen Yuan (oder 1 Million Dollar) geschätzt. Zum Vergleich: Dieselben Produkte sind in legalen US-Lieferketten doppelt so günstig. Diese Situation zeigt, wie akut der Mangel an Hochleistungsrechenkapazitäten in China ist.

Sanktionen und steile Preissteigerungen

Neue Vorschriften des US-Handelsministeriums Ende Mai dieses Jahres haben die Lage weiter erschwert. Diese Beschränkungen haben frühere Umwege fast vollständig unterbunden, einschließlich des Imports fortschrittlicher Chips wie Blackwell und Rubin über ausländische Strukturen. Infolgedessen sind parallel zum steigenden Lieferrisiko auch die Preise in die Höhe geschossen.

Experten schätzen, dass allein im Jahr 2025 NVIDIA-Chips im Wert von 1 Milliarde Dollar geschmuggelt werden könnten. Obwohl die neuen Verbote den Fluss nicht vollständig stoppen konnten, haben sie die Logistikketten erheblich erschwert. Dennoch sind chinesische Unternehmen bereit, diese Chips um jeden Preis zu kaufen, um im AI-Wettlauf nicht zurückzufallen.

Streben nach lokaler Produktion

Während NVIDIA-Produkte der globale Standard für das Training von AI-Modellen bleiben, investieren die chinesische Regierung und der Privatsektor massiv in die Entwicklung ihrer eigenen Halbleiterindustrie. Ziel ist es, die Abhängigkeit von US-Technologien zu verringern und sich gegen externe Beschränkungen abzusichern.

So betonte beispielsweise Ma Lin, Vizepräsident von Nio, dass das Unternehmen seit mehreren Jahren NVIDIA-Chips nutzt und das jährliche Einkaufsvolumen 300 Millionen Dollar erreichte. Aufgrund der ständigen Beschränkungen und Risiken hat Nio jedoch beschlossen, eigene Chips zu entwickeln. Dieser Trend ist auch bei anderen chinesischen Technologiekonzernen zu beobachten.

Zusammenfassend ist das Aufblühen des „Schwarzmarktes“ für NVIDIA-Chips ein deutliches Beispiel für den globalen technologischen Konflikt. Für chinesische Entwickler sind diese Chips nicht nur Hardware, sondern eine strategische Ressource, die die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sichert. Daher scheint selbst eine Verdoppelung der Preise sie nicht aufzuhalten.

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