China verstärkt den Wettbewerb im Weltraum mit Starlink: Eine neue Phase für das Qianfan-Projekt

China verstärkt den Wettbewerb im Weltraum mit Starlink: Eine neue Phase für das Qianfan-Projekt

China hat einen weiteren wichtigen Schritt zum Aufbau seines globalen Satelliten-Internetnetzwerks getan. Eine neue Gruppe von Satelliten für das Qianfan-Projekt (auch bekannt als „Tausend Segel“) wurde erfolgreich vom kommerziellen Weltraumbahnhof Wenchang auf der Insel Hainan im Süden des Landes in die Umlaufbahn gebracht. Dieses Projekt wird als Hauptkonkurrent für das Starlink-System des US-Unternehmens SpaceX angesehen. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Der Start erfolgte um 21:43 Uhr Ortszeit mit einer Long March-8A Trägerrakete. Laut ixbt.com handelt es sich um die 15. Gruppe von Satelliten dieser Serie, und alle Geräte wurden erfolgreich in der vorgesehenen Umlaufbahn platziert. Diese Mission steht voll und ganz im Einklang mit Chinas strategischen Zielen zur Erschließung des Weltraums und der Entwicklung der digitalen Wirtschaft.

Vorteile der erdnahen Kommunikation

Das Qianfan-Projekt umfasst zehntausende Kommunikationssatelliten, die im Low Earth Orbit (LEO) arbeiten. Die Geräte bewegen sich in einer Höhe von 300 bis 2000 Kilometern über der Erdoberfläche. Diese geringe Höhe ermöglicht eine deutliche Reduzierung der Signalverzögerung (Ping) im Vergleich zu herkömmlichen geostationären Satelliten (in 36.000 km Höhe).

Die Hauptaufgabe des neuen Netzwerks besteht darin, Regionen mit Hochgeschwindigkeitsinternet zu versorgen, in denen der Aufbau terrestrischer Infrastruktur schwierig oder wirtschaftlich ineffizient ist. Dazu gehören Bergregionen, Wüsten, abgelegene Inseln und die Weltmeere. Auch für Länder wie Usbekistan, die keinen Zugang zum Meer haben und ein komplexes Relief aufweisen, könnten solche Technologien in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Kommunikationsqualität spielen.

Wettbewerb auf dem globalen Markt

Derzeit ist das von Elon Musk geleitete Starlink-System der absolute Marktführer bei der Internetbereitstellung aus dem Weltraum. Aktuell befinden sich über 7.000 aktive Starlink-Satelliten im Orbit. Mit dem Qianfan-Projekt will China dieses Monopol brechen und seine technologische Unabhängigkeit sichern.

Experten betonen, dass Chinas Aktivitäten in diesem Bereich nicht nur aus kommerzieller Sicht, sondern auch aus strategischer Sicherheitsperspektive wichtig sind. Für die Long March-Raketenserie war dies die 656. Mission. Dieser Wert beweist erneut die Zuverlässigkeit der chinesischen Raketentechnik und das enorme Potenzial des Landes beim Transport von Nutzlasten in den Weltraum.

Wenn das Qianfan-Netzwerk in Zukunft mit voller Kapazität arbeitet, wird erwartet, dass es weltweit eine stabile und erschwingliche Internetverbindung bietet. Dies wird dazu beitragen, die Preise auf dem globalen Telekommunikationsmarkt zu senken und den technologischen Wettlauf auf eine neue Stufe zu heben.

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