Der Konflikt zwischen OpenAI und der New York Times: KI-Gigant der Beweisunterdrückung beschuldigt

Der Konflikt zwischen OpenAI und der New York Times: KI-Gigant der Beweisunterdrückung beschuldigt

Die New York Times und The Daily News, zwei der einflussreichsten Publikationen der Welt, haben im laufenden Rechtsstreit gegen OpenAI neue und schwerwiegende Vorwürfe erhoben. Die Kläger behaupten, dass der Schöpfer von ChatGPT die Möglichkeit verschwiegen habe, seine Trainingsdatenbanken nach urheberrechtlich geschütztem Material zu durchsuchen, und vorsätzlich Beweise vernichtet habe, die dem Gericht hätten vorgelegt werden müssen. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet.

Im Zentrum dieses seit zwei Jahren andauernden Rechtsstreits steht der Vorwurf, dass OpenAI seine KI-Modelle illegal mit Inhalten aus Medienunternehmen trainiert hat. Bisher hatte das Unternehmen behauptet, dass die Suche nach spezifischem Material in seinen riesigen Datenbanken technisch unmöglich sei und die Privatsphäre der Nutzer verletzen würde. Neue Informationen stellen diese Behauptungen jedoch in Frage.

Geheimprojekte und versteckte Datenbanken

Laut gerichtlichen Aussagen enthüllte OpenAI-Ingenieur Vinnie Monaco, dass das Unternehmen bereits interne Suchsysteme implementiert hatte, um Urheberrechtsverletzungen innerhalb seines Trainingskorpus zu überprüfen. Insbesondere wird behauptet, dass das Unternehmen mithilfe eines Toolsets namens "Project Giraffe" und spezieller Filter überwacht habe, inwieweit Originaltexte in ChatGPT-Antworten reproduziert wurden.

Darüber hinaus wurde bekannt, dass OpenAI vor Einreichung der Klage eine Datenbank mit etwa 78 Millionen anonymisierten Unterhaltungen erstellt hatte. Diese Datenbank wurde verwendet, um zu analysieren, inwieweit die KI das geistige Eigentum anderer Verlage nutzt. Die Anwälte der Kläger sind der Ansicht, dass OpenAI die Bereitstellung der bereits gesammelten und analysierten Daten vorsätzlich erschwert hat.

Beweisvernichtung und Druck auf das Gericht

Die New York Times gibt an, dass OpenAI trotz einer gerichtlichen Anordnung Milliarden von ChatGPT-Antworten gelöscht und die angeforderten Beispieldaten in einem unbrauchbaren Format zur Verfügung gestellt habe. Die Kläger fordern das Gericht auf, Disziplinarmaßnahmen gegen OpenAI zu ergreifen, einschließlich der Einstufung der vom Unternehmen bereitgestellten 20 Millionen Gesprächsproben als unzuverlässig.

In einer Erklärung des Anwaltsteams um Ian B. Crosby heißt es, dass OpenAI nicht versucht hätte, die Wahrheit zu verbergen, wenn es sein Handeln für rechtmäßig gehalten hätte. Dieser Fall hat die Frage nach dem Umgang von Tech-Giganten mit dem Urheberrecht und ihrer Verantwortung vor Gericht erneut in den Mittelpunkt gerückt.

OpenAI-Sprecher Drew Pusateri wies diese Anschuldigungen kategorisch zurück. Seiner Meinung nach versuche die New York Times, die Privatsphäre der Nutzer zu verletzen, da ihre eigene Position zunehmend schwächer werde. Das Unternehmen betonte, dass es weiterhin die Privatsphäre seiner Nutzer sowie die Grundsätze des "Fair Use" schützen werde.

Es wird erwartet, dass dieser Rechtsstreit ein wichtiges Präzedenzfall-Urteil nicht nur für OpenAI, sondern für die gesamte KI-Branche darstellt. Sollte das Gericht zugunsten der Verlage entscheiden, könnte dies die Art und Weise, wie Daten für generative Modelle in Zukunft gesammelt werden, grundlegend verändern.

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