Schritt zur künstlichen Sonne: USA genehmigen Tests des Texatron-Fusionsreaktors

Schritt zur künstlichen Sonne: USA genehmigen Tests des Texatron-Fusionsreaktors

Die Kernfusionstechnologien, von denen eine Revolution der Energiewelt erwartet wird, treten in eine neue Phase ein. Das US-Unternehmen American Fusion hat vom Gesundheitsministerium des Bundesstaates Texas (DSHS) die offizielle Genehmigung erhalten, sein experimentelles Gerät, den Texatron Fusion Engine, zu erforschen und zu testen. Dieser Schritt bringt die Menschheit dem Ziel einer unerschöpflichen und sicheren Energiequelle – der „künstlichen Sonne“ – noch näher. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Das erhaltene Zertifikat umfasst 12 verschiedene Konfigurationen des Reaktors von 500 kW bis 1 GW. Derzeit bereiten sich Ingenieure intensiv auf die nächste Testphase an der Basis der Texas Tech University vor. Laut ixbt.com besteht das Hauptziel dieser Studien darin, erstmals praktisch zu beweisen, dass eine kontrollierte Fusionsreaktion im Inneren des Texatron stabil gehalten werden kann.

Technologischer Prozess und Sicherheitsvorteile

Im Gegensatz zu herkömmlichen Kernkraftwerken stützt sich Texatron nicht auf die Spaltung schwerer Kerne, sondern auf einen Fusionsprozess, bei dem extrem heißes Plasma mithilfe eines Magnetfelds eingeschlossen wird. Experten betonen, dass ein solches Schema die Menge an langlebigen radioaktiven Abfällen drastisch reduziert. Dies macht die Technologie ökologisch wesentlich sicherer und vielversprechender.

Während der Tests werden Ingenieure die Plasmatemperatur, die Teilchendichte und die Effizienz des magnetischen Einschlusses sorgfältig messen. Wenn diese Phase erfolgreich abgeschlossen wird, geht das Unternehmen zur Stromerzeugung über. Anfangs wird Energie im Pulsbetrieb gewonnen, was als Zwischenbrücke auf dem Weg zu einem Reaktor mit voller Leistung dient, der Verbraucher in Zukunft kontinuierlich mit Strom versorgen kann.

Zukünftige Anwendungsbereiche

Ein einzigartiger Aspekt des Projekts von American Fusion ist, dass es auf herkömmliche Dampfturbinen verzichtet und die Plasmaenergie direkt in Strom umwandeln will. Das Unternehmen arbeitet bereits an kompakten Geräten mit einer Leistung von 5, 10 und 20 MW sowie an einem großen Reaktorprojekt mit 100 MW Leistung. Solche kompakten Modifikationen können in folgenden Bereichen sehr nützlich sein:

  • Energieversorgung von Industrieunternehmen und Bergwerken in abgelegenen Regionen;
  • Schaffung mobiler Stromquellen für militärische Einrichtungen;
  • Bereitstellung einer stabilen Stromversorgung für Rechenzentren (Data-Center);
  • Umstellung abgelegener Siedlungen auf autonome Energiesysteme.
Das Unternehmen strebt an, die Haupttests des Plasmasystems bis Ende 2026 abzuschließen, die Technologie patentieren zu lassen und Verhandlungen mit kommerziellen Partnern aufzunehmen. Alle experimentellen Ergebnisse sollen nach einer unabhängigen Expertenprüfung in offenen wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Der Erfolg solcher Projekte von strategischer Bedeutung ist.

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