Samsung erhöht Halbleiterpreise um bis zu 15 Prozent

Samsung erhöht Halbleiterpreise um bis zu 15 Prozent

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung hat die Preise für die Auftragsfertigung von Mikrochips mit fortschrittlichen Fertigungsprozessen um bis zu 15 Prozent erhöht. Reuters berichtet unter Berufung auf eigene Quellen, dass die neuen Preise seit Juli dieses Jahres gelten. Dies deutet auf erhebliche Veränderungen im globalen Halbleitermarkt hin. Ixbt.com berichtet .

Den Angaben zufolge entfiel der stärkste Preisanstieg auf die fortschrittlichen 4-Nanometer-(SF4)- und 5-Nanometer-Fertigungsprozesse. Die Dienstleistungen in diesem Bereich verteuerten sich für Kunden aus den USA und China um 10 bis 15 Prozent. Auch der etwas ältere 8-Nanometer-Knoten wurde demnach um fast 10 Prozent teurer.

Marktnachfrage und Wettbewerb

Der starke Preisanstieg wurde durch die rasante Entwicklung von KI-Technologien und den darauf folgenden globalen Boom ausgelöst. Die Kapazitäten des Branchenführers TSMC waren innerhalb kurzer Zeit ausgelastet, was Kunden zur Suche nach Alternativen zwang. Dadurch konnte Samsung, das jahrelang mit dem Wettbewerb zu kämpfen hatte, erstmals seine Preispolitik vorgeben.

Besonders hart traf diese Entwicklung chinesische Unternehmen. Aufgrund der US-Exportbeschränkungen fehlt chinesischen Firmen der Zugang zu moderner Ausrüstung. Da ihnen nur wenige alternative Auftragsfertiger zur Verfügung stehen, müssen sie teurere Konditionen akzeptieren.

Finanzielle Kennzahlen und neue Partner

Analysten zufolge könnte Samsungs Foundry-Geschäft, das seit 2022 vor allem aus der Not heraus betrieben wird, bis 2027 profitabel werden, sofern das aktuelle Preisniveau bestehen bleibt. Das SF4-Werk in Pyeongtaek arbeitet seit Ende 2025 dank Qualcomm-Aufträgen und der Fertigung von Basis-Dies für schnellen HBM-Speicher mit voller Auslastung.

Die wachsende Nachfrage nach KI und Hochtechnologien hat Samsung den Zugang zu Großkunden eröffnet. So konnte das Unternehmen Verträge mit Konzernen wie Tesla, Apple und Broadcom abschließen. Gleichzeitig laufen die Verhandlungen über eine Zusammenarbeit mit Google derzeit intensiv.

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