Focused Energy sammelt 240 Mio. Dollar für Laser-Fusions-Technologie

Das deutsche Startup Focused Energy hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 240 Millionen Dollar eingesammelt. Dies ist eine der größten Frühphasenfinanzierungen im Bereich der Fusionsenergie und erhöht das gesamte Privatkapital des Unternehmens auf 300 Millionen Dollar. Zudem erhielt das Startup Fördermittel in Höhe von 200 Millionen Dollar, was es zu einem der am besten finanzierten Projekte der Branche macht. Dies berichtet Techcrunch.com .
Focused Energy arbeitet an einem Reaktor, der Fusionsbrennstoff mittels Lasern komprimiert. Diese Methode wird als Trägheitseinschluss bezeichnet und basiert auf den Erfahrungen der National Ignition Facility (NIF) am Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien. Die NIF ist bisher das weltweit einzige Zentrum für kontrollierte Fusionsreaktionen, das mehr Energie erzeugt hat, als verbraucht wurde.
Um das Design zu vereinfachen, verzichtet das Unternehmen auf die komplexen Goldzylinder des NIF-Experiments und nutzt ein „Direct Drive“-System. Dabei komprimieren Laser die Brennstoffkapsel direkt, was die Effizienz des Reaktors steigert. Während die NIF nur 400 Laserschüsse pro Jahr abgibt, plant Focused Energy für kommerzielle Zwecke 10 Schüsse pro Sekunde, also 864.000 pro Tag.
Der deutsche Energieriese RWE beteiligte sich als Hauptinvestor an der Finanzierungsrunde. Auch die Innovationsagentur SPRIND und der Fonds des Europäischen Innovationsrats waren beteiligt. Focused Energy plant, sein erstes Demonstrationssystem namens Lighthouse auf dem Gelände eines ehemaligen Kernkraftwerks in Deutschland zu errichten.
Der Markt für Fusionsenergie steht dieses Jahr im Fokus der Investoren. Kürzlich sammelten Thea Energy 100 Millionen Dollar und Inertia Enterprises 450 Millionen Dollar ein. Focused Energy strebt in diesem Wettbewerbsumfeld mit seiner Lasertechnologie die Marktführerschaft an.















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